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Sonnwendfeuer an Johanni, brannten früher nachts in allen Dörfern. Diese alte Tradition wird heute noch auf den Bergen in der Ferienregion Tegernsee gelebt. Riesige Holzhaufen werden aufgerichtet und in der Nacht des 20. Juni bzw. am nächstliegenden Samstag angezündet.
Die Feuer leuchten weit und stimmungsvoll ins Tal.
Die Tegernseer Johannifeuer wecken die Erinnerung an die große Bergillumination von 1822. Bei dem Dreikaiser-Treffen im königlichen Sommersitz Schloß Tegernsee waren Zar Alexander von Russland, Kaiser Franz von Österreich und König Max von Bayern zu Gast am Tegernsee.
Lange vor dem christlichen Glauben war es üblich, die Sommer-Sonnenwende mit Freudenfeuern zu feiern. Die Kirche hatte diesen Brauch bekämpft und immer wieder verboten. Da sie ihn nicht ausrotten konnte, wurde aus der Not eine Tugend. Das Fest "Johannes der Täufer", der "Leuchte der Menschheit" wurde auf diesen Tag gelegt. Der heidnische Charakter war weg und der Name "Johannifeuer" geschaffen.
Bereits in heidnischer Zeit entzündeten die Menschen zur Sommer-Sonnenwende Bergfeuer. Die Blütezeit der Pflanzen und Bäume war vorüber, jetzt brauchte die Natur viel Sonne. Mit den Bergfeuern glaubte man der Sonne näher zu sein und sie aufheizen zu können.
Mehr Licht und Wärme sollte für die reifenden Früchte auf der Erde sorgen.