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Flora & Fauna am Tegernsee

Interessantes und Wissenswertes zu Flora & Fauna im Tegernseer Tal

Neubauwohnungen für Waldfledermäuse  

Wer bisher dachte, Fledermäuse seien eher in südlichen Gefilden oder gar in Transsilvanien beheimatet, der irrt. Auch bei uns sind die kleinen Langohren anzutreffen, unter anderem in den Wäldern im Landkreis Miesbach, die als Jagdgründe in ihre Schallortung eingegangen sind. Damit die nächtlichen Insektenjäger, die eine wichtige Rolle im Lebensraum Wald spielen, tagsüber auch zur Ruhe kommen, wird das Quartierangebot verbessert: Die Bayerischen Staatsforsten, die Stadt München und private Waldbesitzer haben in den Wäldern – u.a. im Mangfalltal bei Valley sowie im Tegernseer Lärchenwald - Fledermauskästen angebracht, um Bechsteinfledermaus, Langohr und Verwandten ein neues Zuhause zu schaffen. Das ist dringend nötig, denn die Waldfledermäuse leiden ob des Mangels an hohlen Bäumen unter akuter Wohnungsnot. Ein zusätzliches Plus der Aktion: Die regelmäßige Kontrolle der Fledermaus-Hotels ermöglicht es, das genaue Artenspektrum zu erfassen – bisher ist nämlich nicht genau bekannt, welche Waldfledermausarten in unseren Wäldern heimisch sind.


Schaufütterungen am Spitzingsee

Hirsche und Hirschkühe hautnah erleben können kleine wie große Waldbesucher und Tierliebhaber am benachbarten Spitzingsee. Seit 2006 finden dort von Januar bis März Fütterungen statt. Etwa 45 Stück Rotwild, darunter auch einige stattliche Hirsche, werden in dem 20 Hektar großen Wintergatter gehalten. Damit schlagen die Bayerischen Staatsforsten gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Wildtiere können in Ruhe überwintern und der Wald wird nicht angenagt und beschädigt. Um die Paarhufer, die aufgrund veränderter Umweltbedingungen nicht wie früher in die Talniederungen abwandern können, sondern im Gebirge verbleiben müssen, gesund durch den Winter zu bringen, werden die Tiere unter fachkundiger Anleitung eines Berufsjägers angefüttert. Was auf der Speisekarte steht? Rüben und Heu natürlich! Bei so einem Angebot wagt der ein oder andere Hirsch durchaus auch mal einen neugierigen Blick auf die Besucher. Und der wiederum kann die Tiere dann aus nächster Nähe beobachten. Sobald die Gräser durch die Erde brechen, wird das Wild wieder in die Freiheit entlassen.


Brennholz aus den heimischen Wäldern

Der nächste Winter kommt bestimmt, das ist gewiss. Damit er aber nicht ganz so ungemütlich wird, und niemand in den eigenen vier Wänden frieren muss, bieten die Bayerischen Staatsforsten den Privathaushalten Brennholz zum Kauf an. Geerntet wird im Sinne einer nachhaltigen Nutzung und nur soviel, wie es dem Wald nicht schadet, schließlich soll ein angemessener Anteil als Lebensraum für seltene Insekten, Vögel und Säugetiere in den Wäldern verbleiben. Wer mit Holz heizt, hilft nicht nur, fossile Brennstoffe wie Öl, Gas und Kohle zu sparen, sondern handelt auch noch ökologisch. Um das heimische Holz, das bei der Waldpflege ohnehin anfällt, richtig verfeuern zu können, sollte man sich bereits zwei Jahre im Voraus damit eindecken oder reservieren.

» Weitere Informationen gibt es unter www.baysf.de

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