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LOCATION:Kurgarten 5, 83684 Tegernsee
SUMMARY:ZERO- Eine internationale Künstlerbewegung 1957-1966
DESCRIPTION:Ende der 1950er Jahre\, in einer Zeit des Aufbruchs\, suchten junge K&uuml\;nstler in D&uuml\;sseldorf nach einem Neubeginn. Nach dem Krieg und in den Jahren des Wiederaufbaus wollten sie Kunst neu und positiv denken &ndash\; jenseits von Pathos\, Malgestus und schwerer Geschichte. Sie nannten ihre Bewegung ZERO: den Nullpunkt\, von dem aus alles wieder m&ouml\;glich schien &ndash\; und zugleich das Wort aus dem Countdown\, mit dem die Rakete ins All\, ins Unbekannte startet. 1957 &ouml\;ffneten Heinz Mack und Otto Piene\, beide Absolventen der Kunstakademie\, ihre Ateliers in D&uuml\;sseldorf f&uuml\;r einen Abend als Galerie und luden befreundete K&uuml\;nstler ein\, gemeinsam auszustellen\; bald stie&szlig\; G&uuml\;nther Uecker hinzu. Sie arbeiteten ohne Programm\, aber mit gemeinsamer &Uuml\;berzeugung\, so entwickelten sie eine neue Form des Ausdrucks: Statt Malerei im traditionellen Sinn entstand eine Kunst\, bei der Struktur die Komposition ersetzte und Bewegung\, Zufall und Licht zum Material wurden.

ZERO war keine feste Gruppe\, sondern ein offenes Netzwerk\, das sich rasch mit K&uuml\;nstlern der internationalen Avantgarde verband &ndash\; darunter Yves Klein\, Lucio Fontana\, Yayoi Kusama und viele andere. In den Niederlanden fand sie ihre Entsprechung in der Gruppe NUL\, in Italien in Azimut(h)\, in Belgien in der Groupe ZERO. Dar&uuml\;ber hinaus entstanden in Frankreich\, der Schweiz und Kroatien weitere Gruppierungen\, die mit ZERO verbunden waren. Mit ihrer bewegten Kunst wollten die K&uuml\;nstler auch Bewegung in die Gesellschaft bringen: Ihre Werke sollten nicht nur betrachtet\, sondern erlebt und weitergedacht werden. Aus diesem Anspruch heraus entwickelten sich viele der urspr&uuml\;nglich malerisch arbeitenden ZERO-K&uuml\;nstler zu Konzeptk&uuml\;nstlern\, die den Raum zunehmend in ihre Arbeiten einbezogen.

Die ZERO-Bewegung l&ouml\;ste sich 1966 bei einer gemeinsamen Aktion auf\, hinterlie&szlig\; jedoch einen nachhaltigen Einfluss auf die nachfolgende Generation und z&auml\;hlt heute zu den wichtigsten Str&ouml\;mungen der internationalen Nachkriegskunst. Seit Langem war in S&uuml\;ddeutschland keine Ausstellung mehr dieser pr&auml\;genden Epoche zu sehen\, die vor rund zehn Jahren durch gro&szlig\;e Retrospektiven im Guggenheim Museum New York\, im Stedelijk Museum Amsterdam und im Gropius Bau Berlin neue Aufmerksamkeit erhielt.

Die Ausstellung zeigt Werke ausgew&auml\;hlter ZERO-K&uuml\;nstlerinnen und -K&uuml\;nstler\, darunter auch Arbeiten aus sp&auml\;teren Jahren\, die den Ideen der Bewegung weiter verpflichtet bleiben. Die Leihgaben stammen aus Privatsammlungen\, der ZERO foundation D&uuml\;sseldorf und der MACK FOUNDATION.
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