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LOCATION:Nördliche Hautpstraße 14, 83708 Kreuth
SUMMARY:Leonhardifahrt Kreuth
DESCRIPTION:Jedes Jahr am 6. November\, dem Festtag des Heiligen Leonhard\, findet in Kreuth die Leonhardifahrt statt. Nachfolgend erfahren Sie mehr zu diesem besonderen Festtag in Kreuth. Im Jahr 2024 wurde die Kreuther Leonhardifahrt als &quot\;Immaterielles Kulturerbe&quot\; ins Bayrische Landesverzeichnis aufgenommen: &quot\;Als Besonderheit gilt das Lenken der Pferde nicht vom Wagen aus\, sondern vom Sattel&quot\;\, hei&szlig\;t es in der W&uuml\;rdigung des Ministeriums.

Ablauf

9.15 Uhr Aufstellung der Teilnehmer in der Stra&szlig\;e &bdquo\;Am Kirchberg&ldquo\; neben dem Hotel zur Post

9.20 Uhr Abmarsch des Kirchenzuges

9.30 Uhr Festgottesdienst (bei guter Witterung im Freien vor dem Hof gegen&uuml\;ber der Kirche)

Nach Ende des Gottesdienstes steigen die Teilnehmer auf die Fuhrwerke auf\, anschlie&szlig\;end fahren diese dreimal durch den Ort und erhalten an der Kirche bei jeder Umfahrt den Segen (mit Weihwasser\, mit Weihrauch und mit der St.-Leonhard-Reliquie).

Anschlie&szlig\;end l&ouml\;st sich die Leonhardifahrt auf und die Teilnehmer verteilen sich auf die verschiedenen Gastst&auml\;tten im Ort\, in denen bei Essen\, Musik und Tanz der Tag ausklingt.

Am Abend findet im Vereinsheim des Trachtenvereins (Leonhardstoana Hof) ein Leonhardi-Tanz f&uuml\;r die &Ouml\;ffentlichkeit statt.

Der Heilige Leonhard

Leonhard war ein Einsiedler und lebte im 6. Jahrhundert in Noblat bei Limoges im heutigen Frankreich. Er ist Patron der unschuldig Gefangenen und wird daher mit einer zerbrochenen Kette als Attribut dargestellt. Gerade im s&uuml\;ddeutschen Raum wurde der Heilige Leonhard sehr fr&uuml\;h nach seiner Heiligsprechung als Viehpatron verehrt\, da die zerbrochene Kette als Viehkette gedeutet wurde.

Pfarrkirche St. Leonhard in Kreuth

Die Pfarrkirche in Kreuth (erbaut 1491) ist dem heiligen Leonhard geweiht. Bereits die Vorg&auml\;ngerkirche aus dem Jahr 1184 hatte das Patrozinium St. Leonhard. Leonhard-Kirchen wurden in der Vergangenheit gerne an Passstra&szlig\;en errichtet. Da durch Kreuth schon seit dem 14. Jahrhundert die Passstra&szlig\;e zum Achenpass ins Inntal f&uuml\;hrt\, erkl&auml\;rt sich das Patrozinimum des Heiligen in Kreuth.

Geschichte der Leonhardifahrt in Kreuth

Die Leonhardifahrt in Kreuth ist vermutlich eine der &auml\;ltesten oder gar die &auml\;lteste Leonhards-Wallfahrt in Bayern. Im 15. Jahrhundert gibt es eine urkundliche Erw&auml\;hnung\, die auf eine Wallfahrt zu Pferde am Festtag des Heiligen Leonhard hindeutet. Fr&uuml\;her war es wohl in erster Linie ein Ritt\, gesichert seit Anfang des 20. Jahrhunderts ist es eine Umfahrt mit Fuhrwerken.

Die Leonhardifahrt heute

Bei der Kreuther Leonhardifahrt kommen spezielle Fuhrwerke zum Einsatz\, die nur f&uuml\;r diesen Festtag genutzt werden: Sogenannte Truhenw&auml\;gen\, bei denen Heiligenmotive oder Landschaftsmotive aufgemalt sind\, oder sogenannte Daxw&auml\;gen\, bei denen das Schmuckgel&auml\;nder um den Wagen kunstvoll mit Tannenzweigen\, Almrausch\, Ilex und Moos gebunden ist. An der Leonhardifahrt nehmen j&auml\;hrlich rund 30 Festw&auml\;gen mit insgesamt rund 150 Pferden und rund 400 Teilnehmenden (Schalkfrauen\, Miederdirndl\, Trachtenvereinsmitglieder\, Gebirgssch&uuml\;tzen\, Musikkapellen) teil.

Parken/Stra&szlig\;ensperrungen

F&uuml\;r den Durchgangsverkehr ist die Ortsdurchfahrt von Kreuth am 6. November von 9 Uhr bis 13 Uhr gesperrt. Besucher der Leonhardifahrt haben die M&ouml\;glichkeit\, auf der Wiese vor dem Ortseingang rechts zu parken (Einfahrt in den Parkplatz &uuml\;ber den Gr&auml\;fin-Schlippenbach-Weg).&nbsp\;

Besondere Hinweise

Um Unf&auml\;lle durch aufgeschreckte Pferde zu vermeiden\, weisen wir darauf hin\, dass keine Drohnenfl&uuml\;ge &uuml\;ber dem Veranstaltungsgel&auml\;nde (kompletter Ortskern und Ortsteil Brunnbichl) erlaubt sind. Au&szlig\;erdem bitten wir alle Besucher\, Hunde zu Hause zu lassen\, da Hunde die Pferde erschrecken k&ouml\;nnen und diese (da Fluchttiere) mitsamt Reitern bzw. Fuhrwerken durchgehen k&ouml\;nnen.
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