Marc Chagall: jiddische Erzählungen in Farbe

Vom 22.07.21 bis 02.01.22

Das „Schtetl“ war seine Heimat. Geprägt durch diese osteuropäische Kultur erzählt Marc Chagall (1887-1985) von einer jüdischen Lebenswelt in seinen Bildern. Das Leben machte ihn zum Kosmopoliten und doch blieb er seinen Wurzeln treu. Er war Surrealist der Avantgarde, wurde aber kein Fantast. Er trotzte dem Schmerz der Shoa und legte mit seiner Sehnsucht nach jener untergegangenen Welt den Finger in die Wunde.

Die Kulturjournalistin Sonja Still lädt ein, Marc Chagalls Weg nachzuverfolgen: vom Schtetl in Witebsk, über Moskau, Berlin, Paris und New York nach Südfrankreich. Sie öffnet den Blick auf Chagalls „Jiddischkeit“ im Werk und zieht den Bogen zu Künstlern mit jüdischem Hintergrund am Tegernsee. So erinnert sie an Zeitgenossen Chagalls, wie z.B. Max Mohr, Grete Weil, Elsa Slezak, Kathinka Ganghofer, Maidi von Liebermann, Bruno Frank oder Fritzi von Massary. Sie gehörten zu Beginn des 20. Jh. zu den prägenden Künstlerfamilien im Tegernseer Tal. Beim Rundgang durch die Ausstellung werden Ausschnitte aus Interviews mit Experten eingespielt.

 

Bitte beachten Sie die am Veranstaltungstag gültigen Schutz- und Hygienemaßnahmen und erkundigen Sie sich bitte im Zweifelsfall gerne telefonisch im Museum vorab!

 

Beginn: 17 Uhr | Dauer: ca. 1,5 Stunden | Kosten € 15.- inkl. Eintritt | Anmeldung bis zum Vortag über das Museum unter Tel + 49 8022 3338.

Termine im Überblick

vom 22.07.21 bis 02.01.22

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