Frauen am Berg, © Carolina Fink

Reizvolle Ausblicke auf große Berggeschichten aus aller Welt

 

Sie sind kurz, machen Lust auf mehr und die Entscheidung allzu oft auch schwer. Wer im Programmheft des 17. Internationalen Bergfilm-Festivals Tegernsee (16.-20. Oktober) die knappen, aber doch aussagekräftigen Inhaltsangaben der 92 Filme liest, wird geradezu hineingezogen in die fantastische Welt der Berge – und der Filme. 

Tegernsee, 28.08.2019: Mal spannend und spektakulär, mal leise und ganz behutsam werden die Geschichten der Filmemacherinnen und Filmemacher aus 32 Ländern die Menschen in den Tegernseer Kinosälen wieder begeistern. Vielfältig und immer einzigartig sind diese Auseinandersetzungen mit dem so vielfältigen Thema Berg. Egal, ob dabei Ausnahmeathleten wie der Südtiroler Hans Kammerlander oder der Spanier Kilian Jornet im Fokus stehen oder spektakuläre Leistungen, wie zum Beispiel bei dem Oscar-prämierten Kletterfilm „Free Solo“. 

Drei Weltpremieren stehen in Tegernsee auf dem Programm: ein charmantes Porträt des österreichischen Skilehrers Toni Sponar, der nach seiner Auswanderung nach Amerika seit mehr als 50 Jahren jedes Jahr zwei Skisaisonen erlebt – in Colorado und in Chile; das Kurzfilm-Experiment „Wenn der Berg spricht“ des Rosenheimer Filmemachers Puria Ravahi, und „Mythos Cerro Torre“, in dem sich Reinhold Messner mit der umstrittenen Erstersteigung des patagonischen Traumbergs durch Cesare Maestri beschäftigt. In zwei Schwerpunkt-Vorstellungen geht es einmal zu dessen 100. Geburtstag um die Everest-Legende Edmund Hillary, und zum andern um das Gedenken an die beiden Tiroler Ausnahmebergsteiger David Lama und Hansjörg Auer, die im April in Kanada tödlich verunglückten. Beide haben in den letzten Jahren bei ihren Auftritten in Tegernsee das Publikum beeindruckt. Der traditionelle DAV-Abend steht in diesem Jahr natürlich im Zeichen des 150-Jahre-Jubiläum des Deutschen Alpenvereins.

Manchmal verändern Filme bei den Kino-Besuchern sogar den Blickwinkel und schaffen so neues Verständnis. Sei es, weil einem drastisch vor Augen geführt wird, wie sensibel und verletzlich die so mächtig erscheinende Bergwelt in Wirklichkeit ist, oder weil man plötzlich sieht, dass in den schwierigsten Wänden keine irren Typen turnen, sondern bewundernswerte und verantwortungsbewusste Menschen unterwegs sind. „Es sind gerade diese so behutsam erzählten Geschichten, voller Respekt vor dem Berg und den Protagonisten, die uns immer aufs Neue begeistern“, bringt Michael Pause, der Direktor des Festivals, die Faszination des Bergfilms wohl am treffendsten auf den Punkt.

Info: Sonderbüro Bergfilm-Festival Tegernsee, Tel. +49(0)8022/1801-37
Kartenvorverkauf (ab 13. September) und Programm im Internet: www.bergfilm-tegernsee.de oder www.muenchenticket.de 
Im Programmheft und im Internet sind alle Filme sowie das Rahmenprogramm detailliert beschrieben. 

Bergfilmfestival Programm