Renoir bis Jawlensky, © Olaf Gulbransson Museum

Von Renoir bis Jawlenski

Werke, die Kunstgeschichte schrieben

Mit Werken der bedeutendsten Künstler und Künstlerinnen des französischen Impressionismus und deutschen Expressionismus hängt das Olaf Gulbransson Museum die Messlatte des Erfolgs der Chagall-Ausstellung des letzten Jahres noch ein Stück höher.

Nach Murnau zu fahren, um die Werke der Künstlergruppe Blauer Reiter zu sehen? Ins Buchheim-Museum oder nach München ins Lenbachhaus? Oder gar nach Paris in den Louvre, um Pierre-Auguste Renoir zu sehen? Nicht nötig! Bis zum 08. Januar2023 läuft die Sonderausstellung „Von Renoir bis Jawlensky – Mit Leidenschaft gesammelt. Werke aus Privatbesitz“ hier am Tegernsee.

„In den Museumssammlungen hängen die altbekannten Werke“, lenkt Kurator Michael Beck die Aufmerksamkeit auf das kleine Olaf Gulbransson Museum Tegernsee, „aber hier zeigen wir, was seit mehr als sechzig Jahren in Privatbesitz ist und normalerweise der Öffentlichkeit verborgen bleibt.“

Die diesjährige Sonderausstellung zeigt Schlüsselwerke von 28 der namhaftesten Künstler des französischen Impressionismus und deutschen Expressionismus.

“Who is who” aus Impressionismus und Expressionismus

Von „Renoir bis Jawlensky“ – der Ausstellungsname verspricht nicht zu viel. Zu sehen sind Gemälde und Aquarelle von den großen ihrer Zeit: von Pierre-Auguste Renoir, Paul Gauguin, Max Slevogt, Alexey von Jawlensky, Lyonel Feininger, Paul Klee, August Macke bis zu Emil Nolde, Ernst Barlach und vielen weiteren, die Kunstgeschichte schrieben. Auch die Künstlerinnen kommen nicht zu kurz: von Gabriele Münter und Marianne von Werefkin bis zu Paula Moderson-Becker erhalten sie den würdigen Platz, der ihnen zusteht.

„Wir möchten zeigen, wie sich die Kunst von der lichtdurchfluteten, gegenständlichen und stimmungsvollen Malerei der Impressionisten des 19. Jahrhunderts in die vergeistigte, abstrahierte und intellektuelle Malerei des Expressionismus im 20. Jahrhundert entwickelte“, erklärt der Kurator: „Wir haben bewusst auf jegliche Chronologie und auch auf Vollständigkeit verzichtet, wir wollen vor allem: überraschen.“

Es lohnt, sich Zeit zu nehmen und neben den Werken auch die Einordnungen in die geistes- und Gedankenwelt der Künstler und ihrer Zeit zu studieren. Per QR-Code lassen sich die Biografien der Künstlerinnen und Künstler digital auf dem Smartphone nachlesen. Ein bilderreicher und umfangreich betexteter Begleitband stellt detailliert die Kunstschaffenden und ihre Werke im Kontext der Zeit vor. Ein spannendes Programm aus Führungen und face-to-Face Gesprächen ergänzt die Ausstellung.

www.olaf-gulbransson-museum.de

Sonderausstellung 2022

Impressionen

Renoir bis Jawlensky 02, © Olaf Gulbransson Museum
Renoir bis Jawlensky 02

© Olaf Gulbransson Museum

Renoir bis Jawlensky 04, © Olaf Gulbransson Museum
Renoir bis Jawlensky 04

© Olaf Gulbransson Museum

Renoir bis Jawlensky 03, © Olaf Gulbransson Museum
Renoir bis Jawlensky 03

© Olaf Gulbransson Museum