Historische Almen in Kreuth
Zu Fuß oder mit der Sänfte?
Mit den Monarchinnen zur Geiß- und Königsalm
Zu Fuß oder mit der Sänfte? Das war sowohl für Sisi, Kaiserin von Österreich, als auch für die russische Zarin Alexandra eine Frage des Stils.
Die 1837 geborene Kaiserin Elisabeth von Österreich bewegte sich gern naturverbunden in den Kreuther Bergen. Für Sisi bedeutete der Aufenthalt fernab des Wiener Hofes vor allem: Freiheit. 1888 wanderten sie sogar zu Fuß durch die steile Wolfsschlucht zur Königsalm, schrieb Tochter Eleonore in ihr Tagebuch. König Maximilian I. Joseph, Sisis Großvater, hatte die damalige Klammbergalm 1817 erworben und ein Kavaliershaus nach dem Vorbild Schweizer Chalets erbauen lassen. Im Erdgeschoss befand sich die Molkeküche, im Salon darüber hielten sich die adeligen Herrschaften auf. Dort ging es repräsentativ zu, als bereits 1838 die russische Zarin Alexandra während eines Aufenthaltes in Wildbad Kreuth in einer Sänfte über die Geißalm zur Königsalm hinaufgetragen wurde. Heute gehört die Alm Herzog Max in Bayern und Almbauer Andreas Mehrigner hat sie gepachtet. Wer auf Sisis und Alexandras Spuren hinaufwandert oder mit dem Radl hinauffährt, findet schnell heraus, was den Ort so einzigartig macht.





