23. Int. Bergfilm-Festival Tegernsee - Identitäten
Am 17.10.26
IDENTITÄTEN
This Isn‘t Me
Gabriele Giuso, Brando Carasso | Workless Collective | Italien | 29 Min. | italienisch, englisch/UT deutsch
Hamish McArthur zählt zu den talentiertesten Boulderern der Welt. Im italienischen Valle Orco begleitet ihn ein Filmteam beim Versuch, ein ambitioniertes neues Projekt zu realisieren – und dieses Filmteam wiederum wird bei seinen angeblichen Dreharbeiten beobachtet. Schon bald verschwimmen die Grenzen zwischen biografischer Wirklichkeit und medial inszeniertem Rollenspiel. Im humorvollen Dialog zwischen Athlet und fingiertem Regisseur entstehen erzählerische Brüche, die Fragen nach Identität und Authentizität im Dokumentarischen aufwerfen. Und spektakulär geklettert wird natürlich auch.
Tod am Matterhorn (Wdh.)
Matthias Lüscher | Schweiz | 51 Min. | schweizerdeutsch/UT deutsch
Das Matterhorn (4.478 m) zählt zu den gefährlichsten Bergen der Welt: Seit 1865 starben über 600 Alpinisten bei Besteigungsversuchen. Der Film „Tod am Matterhorn“ untersucht, warum die Risiken vor allem am Hörnligrat, dem Normalweg, so häufig unterschätzt werden. Er begleitet Bergführer Anjan Truffer von der Air Zermatt ins Solvaybiwak, porträtiert Hüttenwartin Edith Lehner auf der Hörnlihütte und folgt Bergführerin Meli Rüfenacht bei ihrer ersten Besteigung, nachdem sie einen tödlichen Unfall miterleben musste. Die Reportage beleuchtet Gefahren, psychische Folgen für Hinterbliebene und Retter sowie den Einfluss sozialer Medien – ein Film, der angesichts der schwierigen Bedingungen am Berg im Sommer 2026 hochaktuell ist.
Move Mountains (Wdh.)
Abhishek Tiwari | Abhishek Tiwari, Cinecompass Creations | Indien | 23 Min. | englisch/UT deutsch
In der Welt des Kletterns werden ständig „Berge versetzt“. Das ist mehr als nur eine Metapher – es spiegelt das Streben nach dem Unerreichbaren, dem Unmöglichen wider. In seiner reinsten Form verwirklicht sich dieses Streben beim Bouldern, dem Klettern an Findlingen, ohne Seil und Sicherungsmaterialien. Bernd Zangerl ist ein Pionier und Meister dieser Spielform. In seiner zweiten Heimat im indischen Himalaya hat der Vorarlberger sein persönliches Shangri-La gefunden. Der indische Filmemacher Abhishek Tiwari blickt aus seiner Sicht auf Zangerls Tun – und lernt einen Menschen kennen, für den die granitenen Felsblöcke das Fundament eines konsequenten und spirituellen Lebens bilden.









