23. Int. Bergfilm-Festival Tegernsee - Innere Stimmen
Am 15.10.26
INNERE STIMMEN
La Cimota - Mein innerer Berg
Johannes Aitzetmüller fancy tree films | Österreich 6 Min. deutsch
Der künstlerisch-poetische Kurzfilm beschreibt das Freeski-Leben von Matthias Haunholder. „La Cimota“ ist für ihn eine innere Landschaft, sein innerer Berg – eine Lebensweise und Philosophie zwischen Skifahren, Leistungssport, Expeditionen und der Suche nach Sinn, Erfüllung und Gleichgewicht. Regisseur Johannes Aitzetmüller übersetzt diese Biografie in einen atmosphärisch dichten, visuell starken Filmraum zwischen Erinnerung, Traum und Zeitdehnung. Er erzählt von einer Reise, in deren Mittelpunkt zunächst sportlicher Erfolg, jetzt aber existenzielle Fragen nach Bewusstsein und Identität stehen. „La Cimota“ ist schließlich kein Ort, sondern ein Zustand.
Archaic
Mathieu Le Lay Mathieu Le Lay Productions, Sony Europe | Frankreich 14 Min. rumänisch/UT deutsch
Ein ehemaliger rumänischer Bühnenschauspieler lässt die Welt des Theaters hinter sich und kehrt mit der Fotokamera in ein abgelegenes Tal in den Karpaten zurück. Auf der Suche nach Spuren einer verschwindenden Lebensweise begegnet er Menschen, Ritualen und Landschaften, die von jahrhundertealten Traditionen geprägt sind. Zwischen dokumentarischer Beobachtung und persönlicher Reise entsteht das Porträt einer archaischen Welt, deren Schönheit und Zerbrechlichkeit im Wandel der Zeit sichtbar werden. Regisseur Mathieu Le Lay erhielt 2022 für seinen Film „Yukon“ den Preis „Bester Film – Kategorie Naturraum Berg“ beim Bergfilm-Festival Tegernsee.
Trotz allem am Berg
Nikolaus Mahatsek TwoNiks Film, Filmfarm | Österreich 47 Min. deutsch
Der vierfache Para-Climbing-Weltmeister Angelino Zeller, die mit Beinprothese wandernde und kletternde Christina Wechsel sowie die 94-jährige Kletterin Maria Kittl – Menschen, die nach schweren Unfällen und einschneidenden Schicksalsschlägen ihren Weg zurück in die Berge gefunden haben. Trotz körperlicher Einschränkungen verbindet die ganz unterschiedlichen Sportler und Sportlerinnen ihre Leidenschaft für die Berge. Die Dokumentation verschiebt den Fokus bewusst weg vom erlittenen Unglück hin zu dem, was trotz allem möglich ist. Auf diese Art entsteht ein vielschichtiges Bild von Resilienz, Selbstbestimmung und Bergliebe.
Lange Tage
Moritz Grötsch Rémi Königswenger | Deutschland 22 Min. deutsch
Der Dokumentarfilm „Lange Tage“ von Moritz Grötsch begleitet Bernhard Kämmerer auf seinem Weg zum Transcontinental Race 2025, einem der härtesten selbstunterstützten Ultra-Radrennen Europas: 4676 Kilometer von der spanischen Atlantikküste bis ans Schwarze Meer. So ungeheuerlich dieses Vorhaben klingt, so akribisch bereitet sich Kämmerer auf sein Abenteuer vor. Dabei nimmt er den Zuseher mit auf seine Trainingstouren, lässt ihn teilhaben an Zweifeln, Sorgen und Ängsten. Ob der Ausdauersportler letzten Endes am Ziel ankommt, wird dabei zweitrangig. Denn das Wichtigste ist, das macht der Film deutlich, überhaupt aufzubrechen.









