Bronzeskulpturen

Ludwig Ganghofer

Der am 07. Juli 1855 in Kaufbeuren geborene Ludwig Ganghofer entstammte einem alten bayerischen Geschlecht von Forstleuten. Seine Schul- und Studienzeit verbrachte er in Kaufbeuren, Neuburg an der Donau, Regensburg und München, wo im Theater am Gärtnerplatz sein Erstlingswerk „Die Herrgottschnitzer von Oberammergau“ uraufgeführt wurde. Mit den Volksstücken „Der Prozesshansel“ und „Geigenmacher von Mittenwald“ gelang ihm der Durchbruch, die Romane „Der Klosterjäger“, „Die Martinsklause“, „Schloss Hubertus“ und „Der Jäger von Fall“ machten ihn zu einem der erfolgreichsten Schriftsteller seiner Zeit. 1920 verstarb er in seinem Haus am Leeberg in Tegernsee.


Leo Slezak

Leo Slezak wurde am 18. August 1873 in Mährisch-Schönberg geboren. Sein erstes Geld verdiente er als Gärtnerlehrling und Maschinenschlosser. Als Statist in Brünn wurde er zufällig entdeckt, als er bei den Chorpassagen einfach mitsang. 1896 spielte er im Brünner Stadttheater zum ersten Mal den Lohengrin. Außerdem sang er in der Berliner Hofoper sowie den Opernhäusern in Breslau und Wien. Im Wiener Ensemble trat er nicht nur als Wilhelm Tell auf, sondern auch als Walther von Stolzing und Ramades. An der Metropolitan
Opera in New York wurde Leo Slezak schließlich zum Weltstar. Er konnte alles singen, von Mozart über Wagner und Verdi bis hin zu Meyerbeer. In Rottach-Egern kaufte Leo Slezak 1909 an der Überfahrt ein kleines Bauernhaus, wo er mit seiner Frau und seinen beiden Kindern die glücklichste Zeit seines Lebens verbrachte. In dieser Zeit wurden Ludwig Ganghofer und
Ludwig Thoma seine besten Freunde. 1946 verstarb Leo Slezak.

Ludwig Thoma

Am 21. Januar 1867 wurde Ludwig Thoma in Oberammergau geboren. Als freier Rechtsanwalt in Dachau schrieb er schon 1867 kleinere Geschichten und Erzählungen für Zeitungen. Schließlich wurde die Redaktion der satirisch-kritischen Zeitschrift Simplicissimus auf ihn aufmerksam und holte ihn an Bord. Mit seinen Gedichten, Kurzgeschichten, Theaterstücken und Romanen wurde er schnell berühmt (u. a. Lausbubengeschichten). 1901 kam Ludwig Thoma erstmals beim Sixtbauern in Finsterwald unter, wo er seinen „Zweitwohnsitz“ behielt, bis er 1907 mit dem Bau seines eigenen Hauses begann – im Tuftenfeld am Fuße des Riedersteins, den für ihn schönsten Platz im Tal.  Am 26. August 1921 verstarb er in seinem Haus und wurde schließlich auf dem Egerner Friedhof bestattet.