Kühe grasen auf der satt grünen Almwiese in den bayerischen Voralpen, © Dietmar Denger

Verhalten in der Natur

Die Natur rings um den Tegernsee ist einzigartig. Ein Aufenthalt am Tegernsee schenkt neu Kraft, entschleunigt und hilft gesund zu werden, oder es zu bleiben. Damit dies so bleibt, ist ein verantwortungsbewusster Umgang mit der Natur unerlässlich. Im Folgenden finden Sie Ideen, Tipps und Hinweise, wie Sie durch Ihr Verhalten den Erhalt der Natur unterstützen können.

Bewahren der Vegetation

Die klimatischen Bedingungen im Alpenraum verkürzen die Vegetationsperioden und verlangsamen das Wachstum von Pflanzen, sodass sich die Natur deutlich langsamer erholt. Verzichten Sie daher bitte auf das Pflücken von Pflanzen, nutzen Sie nur gekennzeichnete Wege sowie Parkflächen und lassen Sie keine Abfälle zurück.
Besonders schöne Vegetation und Lehrreiches können Sie unter anderem auf dem Bodenlehrpfad im Schwarzenbachtal oder im Naturschutzgebiet Weißachau erfahren.

Unterwegs in der Natur

Die Ausweisung von Wegen und speziellen Flächen hilft dabei, die Zerstörung von Vegetation zu vermeiden und den Wildtieren ihren nötigen Ruhebereich zu sichern, sowie Unfälle zu vermeiden.

Bleiben Sie daher bei all Ihren Aktivitäten in den ausgezeichneten Bereichen und vermeiden Sie unnötigen Lärm (auch nachts z.B. am Seeufer). Egal ob beim Wandern, Radfahren, Skifahren oder Schwimmen.

Darüber hinaus gibt es spezielle Wild- und Sonderschutzgebiete, die besondere Regelungen aufweisen und z.B. zu gewissen Jahreszeiten nicht betreten werden dürfen (Sonderschutzgebiet Wildbad Kreuth/ Siebenhütten – Begehungsverbot im Winter). Schutzgebiete sind in allen DAV Karten gekennzeichnet. Darüber hinaus erhalten Sie in den Tourist-Informationen rings um den See aktuelle Informationen.

Bitte nehmen Sie neben der Natur auch jederzeit Rücksicht auf Ihre Mitmenschen. So ist z.B. eine gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Mountainbike-Fahrern und Wanderern zwingend notwendig um unnötige Unfälle zu vermeiden und ein wunderbares Naturerlebnis für alle erlebbar zu machen.

Ski- & Schneeschuhtouren

Bitte beachten Sie, dass nicht alle Wanderwege auch skitourentauglich sind. Informieren Sie sich bitte immer vor dem Beginn einer Tour über Ihre Strecke sowie die örtlichen Regularien und Gegebenheiten (z.B. Schutzzonen, Lawinengefahr oder auch das Kreuzen von möglichen Ski-Pisten etc.)

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Wandern und Bergsteigen

Die Ausweisung von Wanderwegen hilft dabei, die Zerstörung von Vegetation zu vermeiden und den Wildtieren ihren Ruhebereich zu sichern. Müll jeglicher Art darf nicht in der Natur zurückgelassen werden. Durch das Mitnehmen von Müll Anderer leisten Sie einen zusätzlichen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Natur.

Bitte beachten Sie bei Ihrer Tourenplanung sets Ihre eigene Fitness sowie Ihre Erfahrung in den Bergen – eine Bergrettung ist mit hohen Kosten für den Betroffenen verbunden.

Aktuelle Sperrungen von Wanderwegen aufgrund von Lawinenwarnung erhalten Sie jederzeit in unseren Tourist-Informationen rund um den Tegernsee.

Auf dem Rad

Durch Nutzung der ausgewiesenen Radwege tragen Sie dazu bei, dass keine neuen Pfade durch Wälder und Wiesen geschnitten werden.
Als Radfahrer, Mountainbiker oder Downhiller sind Sie der „stärkere“ und schnellere Verkehrsteilnehmer in der Natur, bitte nehmen Sie daher auch auf den ausgewiesenen Wegen besondere Rücksicht auf Wanderer.

Einen speziellen Trail für Mountainbikes finden Sie z.B. in Kreuth – dem BAYSF Bike Trail Langenau

Auf, am und im Wasser

Baden, schwimmen und tauchen Sie bitte nur an den dafür vorgesehenen und entsprechend ausgewiesenen Plätzen, bzw. gehen Sie nur an diesen Plätzen ins Wasser. Der Tegernsee beheimatet eine Vielzahl von Brutvögeln und seltenen Tieren, die im ufernahen Gewässer Ihre Rückzugsorte haben.

Verhalten gegenüber Weide- und Wildtieren

Besonders auf Almen kann es vorkommen, dass Ihr Weg über Weideflächen führt, ohne dass Sie eine Umzäunung von den Tieren trennt. Begegnen Sie Wild- und Weidetieren immer mit großzügigem Abstand. Diese sind in der Regel nicht an den Menschen gewöhnt, sind Flucht-Tiere, oder in Verbindung mit Jungtieren mit besonderer Vorsicht zu behandeln. So versuchen sonst ruhige Tiere wie Kühe, in für sie als bedrohlich wirkenden Situationen, durch aggressives Verhalten Ihre Jungen zu schützen. Hunde können z.B. unter Kühen nicht nur Panik auslösen, sondern haben auch einen natürlichen Jagdinstinkt und gehören daher in Weidegebieten immer an die Leine.
 

Verhaltensregeln auf Weideflächen:

  • Bitte die Tiere nicht füttern und Kontakt vermeiden.

  • Halten Sie sicheren Abstand zu den Weidetieren, verhalten Sie sich ruhig und erschrecken die Tiere nicht.

  • Mutterkühe und ihre Kälber sind besonders zu meiden und vor allem vor Hunden zu schützen.

  • Halten Sie Ihre Hunde unter Kontrolle und an der kurzen Leine. Ist ein Angriff durch ein Weidetier unausweichlich, leinen Sie Ihren Hund sofort ab. Ihr Hund ist schneller als das Weidetier und kann so vor diesem flüchten.

  • Bleiben Sie immer auf den markierten Wegen.

  • Wenn der Weg durch Weidevieh versperrt ist, versuchen Sie mit möglichst großem Abstand auszuweichen.

  • Nähert sich Ihnen ein Weidetier, bleiben Sie ruhig und weichen dem Tier aus ohne ihm den Rücken zu zukehren.

  • Bemerken Sie innerhalb der Weidetierherde eine Unruhe, verlassen Sie zügig aber ruhig die Weidefläche.

  • Bitte schließen Sie Tore in Weideumzäunungen nach Gebrauch gewissenhaft und queren Weideflächen zügig. Ein Platz für eine Verschnaufpause kommt gewiss auch außerhalb der Weidefläche.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten des DAV.

 

Verhalten mit Hund

Hunde können z.B. unter Kühen Panik auslösen. Achtung: Hier herrscht Lebensgefahr! Darüber hinaus haben Hunde einen natürlichen Jagdinstinkt und können in Wäldern und Freiflächen Witterung von Wildtieren aufnehmen.

Hunde gehören daher in der freien Natur immer an die Leine!

Um den ganzen Tegernsee gibt es speziell für Hunde ausgewiesene Strände. Bitte beachten Sie aber auch die hundefreien Zonen. So wurde die eine Seite der Weißach speziell für Hunde ausgelegt, der gegenüberliegende Weg ist hingegen „hundefrei“.

Bitte nehmen Sie die Hinterlassenschaften Ihres Hundes stets wieder mit. Hundekot-Entsorgungsstationen sind im gesamten Tegernseer Tal flächendeckend angebracht. Wild- und Weidetiere können bei der Nahrungsaufnahme mit Hundekot in Kontakt kommen, was zu Erkrankungen und sogar zum Tod des Tieres führen kann.

Zelten/Biwakieren & Grillen

Zelten, biwakieren oder grillen Sie bitte nur an den dafür vorgesehenen und entsprechend ausgewiesenen Plätzen; in Wäldern und Naturschutzgebieten (die einen Großteil der Tegernseer Bergwelt ausmachen) ist dies verboten und wird mit hohen Strafen geahndet. Die vielen Alpenvereinshütten bieten eine perfekte Alternative. Genaue Informationen erhalten Sie orts- und jahreszeitenspezifisch in Ihrer Tourist-Information.

Feuerwerk

Das Tegernseer Tal ist ein sensibler Lebensraum mit vielen heimischen Tier- und Pflanzenarten. Feuerwerke sorgen für eine hohe Feinstaubbelastung und verschmutzen die Umwelt. Darüber hinaus versetzen Sie Tiere in eine unnötige Stresssituation und lösen Fluchtverhalten aus, welches wichtige Energiereserven der Tiere verbraucht.

Bitte verzichten Sie daher grundsätzlich auf Feuerwerk in der Region um den Tegernsee.

Viele Leistungspartner der Region, darunter große und namhafte Hotels, haben sich bereits in einer Selbstverpflichtung gegen das Abbrennen von Feuerwerken ausgesprochen.

Eine schöne und umweltfreundliche Alternative zu herkömmlichen Feuerwerken sind Lasershows, auf die immer mehr auch bei den Großveranstaltungen am See gesetzt wird und die sich großer Beliebtheit erfreuen. So hat das Bergsteigerdorf Kreuth an Silvester 2018/2019 von vielen Seiten positives Feedback zur erfolgreichen Umsetzung dieser beeindruckenden Alternative erhalten.

Bitte beachten Sie, dass das Abbrennen eines Feuerwerkes grundsätzlich einer behördlichen Genehmigung bedarf.