Kirche St. Leonhard Kreuth, © Gemeinde Kreuth-Hörth

Katholische Kirche Sankt Leonhard

Bevor Kreuth 1809 eine eigenständige Pfarrei wurde, war es eine Expositur des Klosters Tegernsee, dessen Abt. Rupert I. von Neuburg-Falkenstein im Jahre 1184 eine steinerne Kapelle in Kreuth erbauen ließ.

Diese erste Kirche wurde bereits damals vom Bischof Udalschalk von Augsburg dem heiligen Leonhard geweiht. Der im Landvolk hoch verehrte heilige Leonhard, ursprünglich Fürbitter der Gefangenen, galt nicht nur als Patron der Pferde, sondern auch der Fuhrleute und der Passstraßen in den Bergen.

Die erste Kirche wird im Jahr 1490 wegen Baufälligkeit abgetragen und bis zum Jahr 1491 unter dem Abt Ayrinschmalz vom Kloster Tegernsee im gotischen Stil erbaut und von Weihbischof Ulrich von Salona und Bischof Sixtus von Tannenberg aus Freising wieder dem heiligen Leonhard geweiht.

Dieser Bau von 1491 ist heute nach einigen Veränderungen und Renovierungen (1687 Barockisierung, 1776 Verlängerung der Kirche um 3 Meter, 1864 Regotisierung, 1930 Renovierung, 1955 Umgestaltung des Altarraumes, 1990/91 Renovierung) Pfarrkirche der Pfarrei St. Leonhard Kreuth.

Jedes Jahr am 6. November wird das Fest des Heiligen Leonhard gefeiert. Nach dem Gottesdienst umfahren die geschmückten Pferdewägen mit den Frauen in Tracht dreimal die Kirche und werden dabei gesegnet. Die Kreuther Leonhardifahrt ist die älteste in Bayern und wurde 1442 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Kirche von Kreuth liegt auf einer erhöhten Schotterterrasse und am Urweg vom Inntal über Kreuth, Gmund nach Norden.

Quelle: Erzbistum München u. Freising

Impressionen

Katholische Kirche Sankt Leonhard
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Kirche St. Leonhard Kreuth, © Gemeinde Kreuth-Hörth
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