Andi Götschel Textblock 2

Warum ist es so besonders, am Tegernsee mit dem Heißluftballon zu fahren?

Ja mei … (zeigt hinunter auf See und rundum auf die Berge) Der Tegernsee ist generell besonders, einer der schönsten Orte überhaupt auf der Welt! Und das dann alles aus der Luft zu sehen, ist das Allerschönste. Zugleich ist der Tegernsee auch eine Herausforderung: Anders als im Flachland kann man mit dem Ballon nicht in jede Richtung fahren und vor allem nicht überall landen. In drei Himmelsrichtungen gibt es nichts als Berge und schmale Täler. Aber wir haben meist Südwind, sodass wir am Tegernsee starten und dann direkt über den See in Richtung Alpenvorland fahren können.

Dann kommt als nächste Frage natürlich: Wie kann man die Richtung des Ballons steuern?

Eben gar nicht! Man kann die Fahrtrichtung immer nur über die Höhe regulieren, weil in unterschiedlichen Höhen unterschiedliche Windrichtungen herrschen. Lenken im herkömmlichen Sinne kann man einen Ballon nicht. Deshalb wird schon der Startplatz passend zur Windrichtung ausgewählt und dann die Fahrtrichtung über die unterschiedlichen Höhen gesteuert.

Bei der sogenannten Fuchsjagd zur Montgolfiade kommt es aber auf die Zielsicherheit an. Wie geht das dann?

Ein Ballonfahrer fährt vor, das ist der Fuchs. Dort, wo er landet, legt er sein Kreuz aus und die anderen müssen möglichst nahe herankommen und ihren Sandsack abwerfen. Wer am nächsten trifft, ist Sieger. Man muss ein gutes Gespür haben, mit welcher Höhe man in welche Richtung fährt, um den Kurs zu halten, den man anpeilt. Normalerweise wird Ballonfahren zum Genuss betrieben. Die Fuchsjagd ist ein kleiner Wettbewerb, bei dem das technische Können gemessen wird.