Andi Götschl Textblock 4
Was sind die Herausforderungen bei der Alpenüberquerung im Heißluftballon?
Weil es dafür spezielle Wetterbedingungen braucht, klappt das nur etwa drei, vier Mal im Jahr. Wir müssen einen Flugplan einreichen, der von der Flugsicherheit gecheckt und freigegeben wird. Zur Spezialausrüstung gehören Sauerstoff und ein Transponder, damit wir auf dem Radar sichtbar sind. Über den Alpen haben wir Geschwindigkeiten bis über 100 Stundenkilometer. Wir brauchen genügend Abstand zu den Gipfeln, auch den knapp 4.000ern – darum liegt unsere Fahrthöhe sogar über 5.000 Meter. Wir sind etwa vier bis fünf Stunden unterwegs und schneller in Italien als unser Rückholteam.
Ihr seid auch für besonders tollkühne Abenteuer bekannt, Stichwort „Slackline“…
Wir haben eine Challenge von „Was kann der Mensch? Die Hirschhausen-Show“ angenommen und eine Slackline zwischen zwei fahrende, freischwebende Ballone gespannt. Zuvor hatten wir das mit Slackliner Quirin Herterich aus Altenau schon einmal gemacht – als Erstbegehung mit zwei Ballonen, die an Seilen in der Höhe fixiert waren. Er hat einen Weltrekord in einer Höhe von 80 Metern auf 100 Meter Länge aufgestellt. Noch kein anderer Slackliner vor ihm ist so eine weite Strecke zwischen zwei Heißluftballonen gelaufen, von Spitze zu Spitze. Jedoch beim nächsten Mal freischwebend mit beiden Ballonen gleichmäßig die Höhe zu halten bei einer Fahrgeschwindigkeit von 20 bis 30 Stundenkilometern, das war eine neue Herausforderung für uns. Für den Slackliner war es aber sicher eine noch viel größere Herausforderung.
Und dann war da noch die Sache mit dem „Ballon Surfing“…
Da haben wir einen Surfer mit dem Ballon über den See gezogen und dabei den Südwind genutzt. Der Surfer hing an einer 200 Meter langen Leine. Direkt über dem Tegernsee haben wir eine Geschwindigkeit von bis zu 15 Knoten, also knappe 30 Kilometer pro Stunde, das ist in etwa das Tempo vom Wasserskilift.





