Andreas Hauber
Tegernseer Hütte – Juwel unter den bayerischen Berghütten
Die Tegernseer Hütte gilt als eines der spektakulärsten Schutzhäuser des DAV in Bayern. Sie thront, einem Adlernest gleich, zwischen dem Doppelgipfel von Roßstein und Buchstein mit freiem Blick bis weit in die Zentralalpen hinein. Ursprünglich 1903 erbaut und mehrfach renoviert, einem Blitzschlag zum Opfer gefallen, neu aufgebaut, 2023 modernisiert – und allseits beliebt bei Wanderern und Bergsteigern. Was aber bedeutet es, so eine Hütte zu betreiben? Auf 1.650 Metern haben wir unter einem unendlichen Sternenhimmel mit dem Hüttenwirt gesprochen.
Steckbrief:
Name: Andreas Hauber
Geburtstag: 09.08.1980
Geburtsort: Ellwangen
Worum geht’s? Leben und arbeiten auf 1.650 m
Superpower: guter, tiefer Schlaf
Aus welchem Holz muss man als Hüttenwirt geschnitzt sein?
Man muss auf jeden Fall bereit sein zu arbeiten – denn es gibt sehr viel Arbeit – und auch eine Leidenschaft fürs frühe Aufstehen haben. Kommunikativ sollte man ebenfalls auch sein und so mit den Leuten umgehen können, dass beide Seiten glücklich sind. Wir möchten, dass diese Hütte ein guter Ort ist. Wenn die Sonne scheint, ist natürlich viel los, bei Regen etwas weniger. Aber dennoch bist du immer in Bereitschaft. So richtig loslassen oder entspannen kannst du erst, wenn du runterläufst.
Was macht die Tegernseer Hütte so spektakulär?
Erstmal die Lage! So spektakulär wie ein Adlernest am Felsen und zugleich nahe an München und damit gut zu erreichen. Es fühlt sich an, als wäre man sehr weit oben in den Bergen, dabei liegt sie „nur“ auf 1.650 Metern und man ist sehr schnell wieder unten im Tal. Die Aussicht geht über den Großglockner hinweg bis nach Italien. Schön ist auch der Gedanke, dass es so wundervoll nutzlos ist – es gibt keinen klaren Sinn, warum die Hütte hier ist. Vielleicht hat man sie nur hierher gebaut, weil es schön ist und weil man so weit sieht. Ein Segen ist auch, dass sie nur zu Fuß erreichbar ist.
















