Jürgen Welker Textblock 2
Was ist typisch Welker?
Ein Wiedererkennungswert ist sicher die Größe der Bilder, die Tiefe, die diese Art der Malerei erzeugt und dass ich Serien male, auch über Jahre an einem Thema bleibe. Trotzdem - aller acht bis zehn Jahre gibt es radikale Brüche. Zehn Jahre lang war ich auf Figurenmalerei reduziert: vom Blick auf mich im Selbstporträt über den Blick auf das Paar und kleine Gruppen bis hin zu stilisierten, zum Schluss auch teils monochrome Menschenmassen. Ein klarer Weg. Als ich das Gefühl hatte, es gibt dem nichts mehr hinzuzufügen, war das Thema Mensch von heute auf morgen vorbei. Jetzt sind diese durchscheinenden, überlagerten, durch die Schichten von innen heraus strahlenden Landschaften das, was meine Malerei aus- und wiedererkennbar macht.
Kreatives Loch oder Durchhänger?
Es ist tatsächlich so, dass ich jedes Loch einfach übermale. Allein durch den Umstand, dass ich morgens aufstehe und mich meine ersten Schritte ins Atelier führen, entsteht eigentlich nie ein Loch. Weil ich nie zulasse, dass ich richtig rauskomme aus dem kreativen Prozess. Es gibt durchaus Momente, wo ich suche und nichts finde. Wenn es mal schwerer geht, male ich noch intensiver, und wenn nichts dabei herauskommt, schmeiße ich auch mal was weg. Aber ich bleibe immer, immer dran.





