Maßschneiderei Winkler
Die Schneidermeister in der 5. Generation und die "Tegernseer Joppe"
Wer eine typische „Tegernseer Joppe“ tragen möchte, lässt sie bei Winklers in Kreuth fertigen – und das schon seit über 120 Jahren. Mit Elisabeth, Verena und Josef arbeitet mittlerweile die vierte und fünfte Generation von Herrenschneidermeistern Hand in Hand mit Präzision und Freude an der aufwändigen Handarbeit. Wer sie in Kreuth besucht, erlebt keinen abgehobenen Showroom, sondern ist mittendrin in der Maßschneiderei, dort wo mit Nadel und Faden hantiert wird. Das schätzen die Kunden und Kundinnen aus dem In- und Ausland, und lassen sich ein Kleidungsstück fürs Leben auf den Leib schneidern. Zwischen Stoffballen und Schneidertischen sprechen wir über die Qualität und Passform von Maßanfertigungen, über Stoffe und Schnittmuster, das idyllische Bergsteigerdorf und die weite Welt.
Steckbrief:
Name: Elisabeth Winkler-Rottensteiner und ihre Kinder Verena Colin-Rottensteiner (32), Josef Rottensteiner (28)
Standort: Bergsteigerdorf Kreuth
Worum geht’s? Tradition & Handwerkskunst
Spezialität: Tegernseer Joppe
Was bedeutet in der Familie Winkler das Wort „Heimat“? Und welche Rolle spielt dabei die Tracht?
Wir sagen: In der Welt zu Hause, in Bayern daheim. Und da gehört das G‘wand dazu. Dabei spielt auch ein gewisser Stolz auf die Heimat und auf die Traditionen mit, und zugleich die Offenheit für anderes, Neues. Mit dem G‘wand ist man immer gut angezogen und fühlt sich gleich noch mehr daheim. Das schätzen auch unsere Kunden, die beispielsweise in England auf die Jagd gehen und dabei ihre bayerische Joppe tragen. Da steht dann nicht nur die geografische Herkunft dahinter, sondern die Tradition.
Mit der Tracht ist man also immer gut angezogen?
So ist es. Auf sein Äußeres Wert zu legen und gut angezogen zu sein, ist auch eine Wertschätzung den anderen gegenüber. Die Tracht wird, beispielsweise in Salzburg bei den Festspielen, mit einem guten Anzug gleichgesetzt. Josef reist viel auf der ganzen Welt herum, im Winter ist sein Reisemantel ein sogenannter „Holzhackermantel“. Dass dieser robuste Kurzmantel ein besonderes Stück ist, wird wahrgenommen. Er wurde sogar schon in New York darauf angesprochen. Er sagt, wenn ich ihn trage, fühle ich mich daheim, egal, wo ich auf der Welt bin.



















