Oimara Textblock 3
Musikalisch lässt du dich in keine Schublade einordnen. Stattdessen hast du mal gesagt, du bist ein Schrank mit 1.000 Schubladen. Pistole auf die Brust: Da Oimara – was für einer ist das?
Was für ein Schrank der ist? (lacht) Auf jeden Fall ein Bauernschrank mit vielen Schubladen. Nein, Spaß beiseite! Der Oimara als Musiker? … ganz tief in meiner Seele bin ich vielleicht ein Bluesmusiker und Bluesgitarrist. Ich hasse Plattitüden, da bin ich wirklich allergisch. Aber wichtig ist mir, dass es in meinen Songs immer auch ein bisschen Humor gibt. Ich habe die eine Seite, die einfach mal brutal gern eskaliert und Party macht – und auf der anderen Seite bin ich oft ernst und melancholisch, was ich der Welt nicht so gern zeige. Im privaten Leben bin ich kein Mensch, der gern im Mittelpunkt steht und immer lässig drauf ist.
Du hattest bei den ersten Konzerten, auch hier im Tegernseer Tal, immer ziemliches Lampenfieber. Bist du das inzwischen losgeworden?
Nein, das ist immer noch genauso schlimm. Inzwischen habe ich zwar viel mehr Erfahrung und der rationale Teil meines Gehirns weiß, dass es so oft gutgegangen ist und daher schon wieder gut gehen wird. Aber mein Gefühl ist immer noch das Gleiche: Ich bin immer noch supernervös vor jedem Auftritt. Das Wort Todesangst beschreibt es vielleicht ganz gut. Das ist jedes Mal wie über die Klippe zu springen, bevor sich der Fallschirm öffnet. Ich arrangiere mich zwar damit, aber ich hasse das Gefühl und weiß zugleich, ich will es nicht verlieren. Weil, wenn ich es nicht mehr hätte, dann wäre mir das alles auch vielleicht nicht mehr so wichtig.





