Blick auf den Tegernsee, © Der Tegernsee, Sabine Ziegler-Musiol

Orte rund um den See

Über Jahrhunderte hinweg bewahrte sich jede der fünf Gemeinden Bad Wiessee, Gmund, Rottach-Egern und Kreuth sowie die Stadt Tegernsee ihren eigenständigen und typischen Charakter: von unverfälschter Tradition über stilvolle Eleganz bis hin zu purer Natur.

Das gesunde Bad Wiessee

Bad Wiessee am Westufer hat sich ganz der Gesundheit verschrieben. 1922 wurde der Ort wegen seiner Jod-Schwefel-Quellen – den stärksten in Deutschland – mit dem Prädikat „Bad“ ausgezeichnet. Seitdem wird die Heilkraft der jod-, schwefel- und fluoridhaltigen Natrium-Chlorid-Quellen genutzt, um Rheuma, Herz- und Kreislaufprobleme, Krankheiten der Atemwege sowie Augen- und Hautkrankheiten zu behandeln. Inzwischen haben sich auch renommierte Fachkliniken für Orthopädie, Traumatologie, Sportmedizin, Innere Medizin und Kardiologie in Bad Wiessee angesiedelt. Gäste suchen ihr Glück in Bayerns erfolgreichster Spielbank. Der größte Indoor-Spielpark im Oberland, die Spiel- und Sportarena, lockt große und kleine Gäste gleichermaßen. Wintersportler entdecken die unverfälschte Natur beim Langlaufen, Rodeln oder Wandern. Heimische Fischarten lernen Urlauber beim Besuch des Aquadome, des größten Süßwasser-Aquariums Bayerns, kennen. Weitere Informationen unter www.bad-wiessee.de.

Das familiäre Gmund

Die am nördlichen Ufer des Tegernsees gelegene Gemeinde Gmund wird als „Eingangstor zum Tegernsee“ bezeichnet. Bodenständigkeit, Traditionsbewusstsein und bayerische Gemütlichkeit werden hier groß geschrieben. Als besonders familienfreundlicher Ort in der Urlaubsregion ist die circa 6.100 Einwohner zählende Gemeinde vor allem für den Urlaub auf dem Bauernhof bekannt. Durch Gmund führen zwei bekannte Fernradwege – Bodensee-Königssee und München-Venezia. Zudem startet hier die Alpenüberquerung Gmund/Tegernsee nach Sterzing. Die Route, bei der nicht der sportliche Anspruch, sondern vielmehr das Natur- und Kulturerlebnis sowie der kulinarische Genuss im Vordergrund stehen, kann auch mit Gepäcktransport und komfortabler Unterkunft im Tal gebucht werden. Somit ist es auch für weniger trainierte Wanderer und für Personen mit leichtem Handicap möglich, die gesamte Tour zu erleben. Aktive wandern, fahren Rad, segeln, golfen oder liefern sich rasante Abfahrten auf der Sommerrodelbahn am nahe gelegenen Oedberg. Geschichtsinteressierte besuchen beispielsweise das Heimatmuseum „Jagerhaus“, in dem auch wechselnde Kunstausstellungen stattfinden, wie beispielsweise die „gmundart“ mit Werken zeitgenössischer Künstler aus dem Tegernseer Tal und Umgebung. Internationale Bekanntheit verdankt die Gemeinde ihren beiden Papierfabriken. In der Papierfabrik Louisenthal wird das Papier für Banknoten in- und ausländischer Währungen gefertigt, während in der Büttenpapierfabrik seit über 185 Jahren edelste Papiere hergestellt werden. Sogar die berühmten goldenen Umschläge für die Oscarverleihung wurden dort produziert. Gmund verfügt über einen eigenen Bahnhof und ist von München aus mit der Bayerischen Regiobahn im Stundentakt erreichbar. Weitere Informationen unter www.gmund.de.

Das aktive Kreuth

Als vierte Gemeinde in Deutschland trägt Kreuth seit Juli 2018 den Titel Bergsteigerdorf. Für Ursprünglichkeit, Tradition und Natur pur steht Kreuth, dessen 17 Ortsteile sich vom Ufer des Tegernsees bis tief hinein in die Berge und an die Grenze zu Österreich erstrecken. Eingebettet zwischen Hirschberg, Leonhardstein, Setzberg und den Blaubergen ist die Gemeinde perfekt zum Wandern und Regenerieren. Urlauber wandern rund um Wildbad Kreuth auf historischen Spuren und kehren beispielsweise in der herzoglichen Fischzucht zum Mittagessen ein. Seit mehr als 500 Jahren findet hier alljährlich die älteste Leonhardifahrt Bayerns statt. Das Internationale Musikfest Kreuth am Tegernsee, das unzählige Klassikliebhaber in die Voralpen lockt, wurde von 1990 bis 2015 in Wildbad Kreuth veranstaltet. Das Musikfest ist mit seinen hochkarätigen, international prämierten Klassik-Musikstars seit 2016 auf Wanderschaft im Tegernseer Tal. Die Konzertprogramme sind auf die jeweiligen Konzertsäle fein abgestimmt. 2020 jährte es sich bereits zum 31. Mal. Weitere Informationen unter www.kreuth.de.

Das genussvolle Rottach-Egern

Am Südufer des Tegernsees liegt die Gemeinde Rottach-Egern. In der Seestraße, Rottachs Flaniermeile, reihen sich erstklassige Hotels, Restaurants und Boutiquen aneinander. Exklusive Wellness- und Beauty-Angebote, darunter die erste Schönheitsfarm Europas, runden das Angebot ab. Die beiden Wahrzeichen des Ortes, der Malerwinkel in der Egerner Bucht, der schon Maler, Dichter und Komponisten inspirierte, sowie der Tegernseer Hausberg, der 1.722 Meter hohe Wallberg, laden zum Spazieren und Wandern ein. Außerdem ist der Wallberg beliebter Startpunkt von Paraglidern, welche die günstigen Winde am Tegernsee nutzen. Schlittenfahrer gelangen auf Deutschlands längster Naturrodelbahn, die mit einer Gondel erreichbar ist, ins Tal. Neben exklusiven Angeboten ist die Kultur und Tradition im ehemaligen Fischer- und Bauerndorf noch tief verankert. Im Spätherbst findet alljährlich der Almabtrieb statt. Mehrmals im Jahr stehen Pferde im Mittelpunkt des Interesses. Am letzten Sonntag im August wird der Rosstag gefeiert, bei dem festlich geschmückte Kutschen, Rösser und Reiter durch den Ort ziehen, während alle zwei Jahre im Winter das traditionelle Pferdeschlittenrennen stattfindet. Weitere Informationen unter www.rottach-egern.de.

Die kulturelle Stadt Tegernsee

Die älteste Ansiedlung am Tegernsee ist die gleichnamige Stadt Tegernsee. Bereits 746 gründeten hier Adalbert und Ottokar, zwei adelige Brüder, ein Benediktinerkloster. In der Blütezeit des Klosters rund 250 Jahre später siedelten sich Kunsthandwerker wie Glas- und Buchmaler, Goldschmiede und Erzgießer um das Kloster an. Das so entstandene einmalige Kunst- und Kulturgut spielt auch heute noch eine wichtige Rolle. Die Tegernseer Woche gibt einen Einblick in Kultur und Brauchtum, während die Wissenschaftstage Natur- und Technikthemen beleuchten und das Tegernseer Volkstheater Tradition authentisch vermittelt. Das alljährlich stattfindende Internationale Bergfilm-Festival lockt Filmemacher und Filminteressierte aus der ganzen Welt nach Tegernsee. Wie überall rund um den See steht auch in Tegernsee selbst die Geselligkeit und Gemütlichkeit im Mittelpunkt. Im berühmten Bräustüberl genießen Gäste und Einheimische in gemütlicher Runde eine „Halbe“ aus dem Herzoglich Bayerischen Brauhaus Tegernsee, einer der ältesten Brauereien in Deutschland. Die einzige Fischerei am See befindet sich in der rund 4.000 Einwohner zählenden Stadt. Täglich werden Renken, Saiblinge, Forellen und Blaufelchen gefangen und im kleinen Laden am Schlossplatz frisch verkauft. Das Sport- und Freizeitgelände „Point“ wartet mit Sandstrand und Beachvolleyball-Plätzen auf. Weitere Informationen unter www.tegernsee.de.