Peter Hubert Textblock 3
Sie schauen auf 22 Jahre als Wirt im Bräustüberl zurück. Was haben Sie verändert?
Es gab damals nur Brotzeiten, keine warmen Speisen, auch weil die Küche viel zu klein war. Das wäre aber nicht dauerhaft so weitergegangen. Die Umstellung des Konzeptes hat die Vergrößerung der Küche erfordert. Da waren die Gäste anfangs skeptisch, vor allem die Einheimischen: Ja was wird denn das jetzt? Bleibt das noch unser Bräustüberl oder wird das ein Restaurant? Ich konnte die Leute dann überzeugen, dass es wichtig ist, auch warme Speisen anzubieten, und dass es funktionieren wird. Das Brotzeitkonzept war nicht mehr zeitgemäß.
Sie haben die Ärmel hochgekrempelt und noch mehr verändert …
Früher gab es nur ein paar Tische an der Hauswand, heute haben wir den großen Biergarten. Vorher war ein Steinplattenboden drin. Gemeinsam mit der Brauerei haben wir den Holzboden verlegt, damit es weniger hallt. Als einer der ersten habe ich auch einen Nichtraucherbereich eingeführt – in einem traditionellen bayerischen Wirtshaus, das gab zuerst mal einen Aufschrei! Wir haben das Sudhaus komplett rauchfrei gemacht. In meiner Jugend wurden Unmengen von Zigaretten, Virginias und dicke Zigarren geraucht. Wenn man da reinkam, ist man gegen eine Wand aus Rauch gelaufen.





