Toni Wackersberger Textblock 3

Was ist das Besondere an der Reihe „Natürlich! Kreuth“?

Das ist eine Aktionswoche zu Nachhaltigkeitsthemen in den Pfingstferien für die ganze Familie im Bergsteigerdorf. Da gibt es viel zu entdecken, beispielsweise auf den Touren mit den Naturschutz-Rangern, der Bergwacht, dem DAV, der Gebietsbetreuung Mangfallgebirge, den Almbauern und dem Fischereiverein. Außerdem gibt es Führungen in der Naturkäserei und der Herzoglichen Fischzucht. Ich biete beispielsweise eine Steinadlerwanderung auf die idyllische Hochalm an. Und auf einer Almwanderung gehen wir auf Spuren der Wittelsbacher zur Königsalm, wo ein Senner Wissenswertes von der Almwirtschaft erzählt: „von Kühen und Königen“ sozusagen.  

Was muss man deiner Meinung nach in Kreuth unbedingt ansehen?

Unbedingt die Kirche und den Friedhof! Kreuth hat die älteste Leonhardifahrt Bayerns. Sie geht bis ins 14. Jahrhundert zurück und ist seit 2024 „Immaterielles Kulturerbe“. Außerdem ist Wildbad Kreuth ein ganz besonderer, geschichtsträchtiger Ort. Auch die Kreuther Wasserfallrunde ist ein schöner Spaziergang, da kann man sich unterwegs auf einer Bank ausruhen und auf Kreuth herunterschauen.

Was möchtest du den Gästen deiner Führungen mitgeben?

Den Eindruck und die Schönheit unserer Heimat und dass der Tegernsee nicht nur „Lago di Bonzo“ ist. Wenn ich sage, ich komme vom Tegernsee, höre ich oft: „Mei, da ist es so teuer“. Aber das stimmt nicht. Es gibt hier normale Menschen und man kann die wunderbare Natur kostenlos erleben. Schon der erste bayerische König hat in Wildbad Kreuth mit 15.000 Gulden eine Stiftung gegründet, damit dort nicht nur die europäischen Monarchen kuren können, sondern auch die einfachen Leute. Zum Dank und zur Erinnerung hat seine Witwe, die Königin Karoline, das Quellendenkmal unweit von Wildbad Kreuth errichten lassen. Und so ist es auch noch heute: Es gibt für jeden Geldbeutel etwas zu erleben, von der Bauernwirtschaft bis zur Sterneküche.