Vergängliche Schönheit und ein Hoffnungsfunke
Im Rahmen des Klimafrühlings Oberland gibt es in Zusammenarbeit mit dem Bergfilm-Festival Tegernsee und dem Kino am Tegernsee am 21. April 2026 einen Filmabend mit anschließender Diskussionsrunde. Beginn ist um 20 Uhr. Durch den Abend führt Festival-Leiter Tom Dauer.
Der Klimawandel beschäftigt die Bergsport- und Bergfilmszene immer intensiver. Deshalb widmet das Bergfilm-Festival Tegernsee den alljährlichen Filmabend im Kino am Tegernsee diesem Thema. Im Programm des Abends stehen die beiden Beiträge „Requiem in Weiß“ sowie „Farming Turns“, die den Erhalt einer intakten Bergwelt aus unterschiedlicher Perspektive thematisieren.
Der 2025 beim Bergfilm-Festival Tegernsee ausgezeichnete Film „Requiem in Weiß“ von Harry Putz vermittelt eindrucksvoll, unter welchem immensen Druck die Gletscher weltweit stehen. Das Requiem hat längst begonnen. Während Permafrost schmilzt und das „ewige Eis“ verschwindet, boomt der Tourismus. Skibetrieb, Gletscherbahnen, künstlicher Schnee und massive Eingriffe in die Landschaft markieren einen Wettlauf gegen die Zeit. „Requiem in Weiß“ ist eine filmische Hommage an ein schmelzendes Landschaftselement. In atmosphärisch dichten Bildern und konfrontativen Interviews verbindet Regisseur Harry Putz wissenschaftliche Fakten mit emotionaler Tiefe, gedreht an 13 Gletschern in den Alpen.
Weniger reisen, weniger Fleisch essen – und einen Bio-Bauernhof gründen, obwohl der Gründer keine Ahnung von Landwirtschaft hat. Davon handelt der Film „Farming Turns“ des Dokumentarfilmers Anthony Bonello, der beim Festival 2025 mit einer „lobenden Erwähnung“ ausgezeichnet wurde. Chris Rubens lebt viele Jahre seinen Traum als Freeride-Profi – Heliskiing, Reisen und Filmdrehs rund um die Welt, immer große Crews, Unmengen an Ausrüstung. Bis eine Expedition mit einem Klimaforscher nach Grönland ihm die Augen öffnet. Statt nur über Klimaschutz zu reden, will er handeln. Rubens reduziert seinen CO₂-Fußabdruck, verzichtet auf Flüge, stellt seine Ernährung um und wird Bio-Bauer in Revelstoke in der kanadischen Provinz British Columbia. Eine Entscheidung, die seine Verbindung zur Natur und zu seiner Community stärkt. Als Vater strebt Chris danach, seinem Sohn Huxley eine bessere Welt zu hinterlassen. „Farming Turns“ zeigt den radikalen Wandel eines Mannes – ebenso ehrlich wie kompromisslos, ohne dabei dogmatisch zu sein.
Nach der Vorführung besteht die Möglichkeit zum Austausch. Moderiert wird der Abend von Festival-Direktor Tom Dauer.
Termin: Dienstag, 21. April, 20:00 Uhr
Ort: Kino am Tegernsee, Tegernseer Straße 100, 83700 Rottach-Egern
Preis: 9,50 EUR
Tickets an der Kinokasse oder online unter: www.kino-tegernsee.de
Nähere Infos zum Klimafrühling gibt’s unter: www.klimafruehling.com






