OIMARA - BENI HAFNER
Die ganze Welt im Wackelfieber
Bayerischer Songwriter, moderner Gstanzler, Improvisateur
Sieben Wochen Nummer 1 in Deutschland und neun Wochen lang in Österreich, Goldene Schallplatte und Platin obendrauf, mehr als 180 Millionen Streams, für den Bambi nominiert und eine riesige Fangemeinde, die sich quer durch Europa „wackelt“: Unser Oimara ist berühmt – und ist doch der Beni Hafner, der Bua von der Hafneralm, geblieben. Ein Stenz vom Berg, wie der Oimara einer ist, schert sich nichts um Konventionen und Genres, denn auf der Alm muss man eh immer alles können. Wir sprechen mit ihm im Bräustüberl Tegernsee über Heimat und Musik, über Bier, Kulinarik und Lampenfieber – sein eigenes auf der Bühne und das, was er mit dem „Wackelkontakt“ ausgelöst hat.
Steckbrief:
Name: Beni Hafner
Geburtsort: Tegernsee
Wohnort: Tegernsee
Worum geht’s? Nummer 1-Hit-Star von der Hafner Alm
Superpower: Zwiebel schneiden oder Eiweiß schlagen
Seit dem Erfolg von „Wackelkontakt“ kennt dich jeder: Du hast den ersten Nr. 1 Hit auf Bairisch seit 44 Jahren gelandet – nach „Skandal im Sperrbezirk“ von der Spider Murphy Gang. Hast du damit gerechnet, dass das Stück so einschlägt? Und was hat das mit dir gemacht?
Kürzlich kam die Nachricht, dass es der erfolgreichste Song Deutschlands ist, Single des Jahres 2025, neben internationalen Größen wie beispielsweise Bruno Mars. Der absolute Wahnsinn, das ist schon surreal! Damit kann man nicht rechnen. Jeder, der damit rechnet, ist größenwahnsinnig. Aber passiert ist es trotzdem. Und was es mit mir gemacht hat? Ich bin noch gar nicht so richtig dazu gekommen, alles zu verarbeiten. Aber mein Leben hat sich verändert. Es ist alles zehnmal extremer geworden – das Publikum, die Anzahl der Konzertbesucher, die Kilometer, die ich zurücklege, die abnormalen Eindrücke jeden Tag, die sich kaum noch verarbeiten lassen… Es ist einfach alles ins Extreme explodiert.
Deine größte Fangemeinde lebt hier am Tegernsee – Familie, Freunde… die alle deinen kometenhaften Aufstieg miterlebt haben. Was sagen die dazu?
Familie und Freundschaften pflegen, das kommt leider im Moment viel zu kurz. Aber da merkt man jetzt, wer die echten Freunde sind. Die nehmen mir das nicht übel, dass ich keine Zeit mehr habe. Sie verstehen, dass das eine Ausnahmesituation ist. Und die Mama ist immer unangenehm stolz. Das ist dir ja als Kind immer peinlich, wenn die Eltern von dir schwärmen.
Du hast mittlerweile Millionen Fans und Follower, aber wissen die alle, was „Oimara“ bedeutet?
Ich glaube nicht. Meist wird es auch falsch betont – die Betonung liegt nämlich auf der ersten Silbe. Der Oimara im Bairischen, das ist der Typ, der von der Alm kommt – der Almerer. Ich bin in Rottach-Egern auf der Hafner Alm auf der Sutten aufgewachsen. Daher ist das kein an den Haaren herbeigezogener bayerischer Marketing-Gag. Der Oimara war ich schon in der Schule und das bin ich von Anfang an auch als Musiker gewesen.

















