Peter Hubert
Wirt des legendären Bräustüberls
Wie im siebten (bayerischen) Himmel
Vor 350 Jahren saßen die durstigen Brauburschen nach getaner Arbeit im kleinen „Braustiberl“ des Tegernseer Benediktinerklosters bei einem Feierabendbier zusammen. Heute ist das Tegernseer Bräustüberl so legendär wie auch das Tegernseer Bier und längst nicht mehr klein, sondern ein quirliger (H)ort der Kommunikation und Wirtshausseligkeit. Da sitzt ein Gamsbart neben einem Rauschebart, ein Dirndlgewand neben einem Wanderoutfit, ein Anzug mit gelockerter Krawatte neben der Warnweste vom Bauhof. Man trifft sich von Mensch zu Mensch. Ratscht entspannt bei Radi und Bier, Schweinshaxe und Saibling, Leberknödelsuppe und Marillenpalatschinken. Wir haben Wirt Peter Hubert über die Schulter und in die Speisekarte geschaut und mit ihm über Heimat und Tradition, Bier und Heißluftballone philosophiert.
Steckbrief:
Name: Peter Hubert
Geburtstag: 25.03.1968
Geburtsort: Rheinfelden
Wohnort: Rottach-Egern
Worum geht’s? 350 Jahre Bräustüberl und 22 Jahre Bräustüberlwirt
Superpower: sich jeden Tag mit Spaß in die Arbeit stürzen
Herr Hubert, das „Bräustüberl“ in drei Worten?
Urig, gesellig, traditionsreich.
Für viele Gäste ist das Tegernseer Bräustüberl eine bayerische Wirtschaft wie aus dem Bilderbuch – warum?
Ich denke, wir erfüllen das, was sich die Leute unter Bayern und einem bayerischen Wirtshaus vorstellen. Ich höre unsere Gäste oft sagen: Am Tegernsee und im Bräustüberl, da ist die Welt noch in Ordnung! Hier sitzen alle an einem Tisch und kommen miteinander ins Gespräch: die Urlauber mit den Wanderstöcken, die Einheimischen in der Tracht, der Bankdirektor im Anzug… Zur Geselligkeit kommt noch die typisch bayerische Küche. Oder wie Historiker Heinrich von Treitschke sagte: Hier hat man das ganze Bayern unter einem Dach, das Gotteshaus, das Königshaus und das Bräustüberl.
Wie im siebten (bayerischen) Himmel fühlt man sich auch unter der Wandmalerei mit den sechs Engeln…
Die lachenden und zechenden Himmelsboten feiern in diesem Jahr ein Jubiläum: Vor 140 Jahren hat der Kunstmaler Toni Aron mit diesem Wandbild seine Zeche gezahlt.
Eine Wandtafel aus Tegernseer Marmor erinnert an ein Ereignis vor 350 Jahren: „Das Klosterbrauhaus Tegernsee erlangte am 22. Februar 1675 die „Churfürstliche Conzession zum Bierverschleiß“. Ein Grund zum Feiern?
In unserer Bräustüberlzeitung kann man die spannende 350-jährige Geschichte des Bräustüberls nachlesen. Außerdem gibt es exklusiv einen Jubiläumspin in limitierter Auflage. Wir feiern heuer ein ganzes Jahr lang jeden Tag 350 Jahre Bräustüberl! Dazu gehören die vielen, anderen Feste …

















