Gmund Papier Textblock 5
Papier- und Technikfans haben die Möglichkeit, an Führungen durch die Papierfabrik teilzunehmen. Was kann man dabei erleben?
Nach unserem Wissen gibt es weltweit keine industrielle Papierproduktion, bei der man zusehen kann. Das ist einmalig. Die Besucher der Führung erleben auch, dass es am Tegernsee nicht nur Schickimicki gibt, sondern ganz normale, ehrliche Arbeiter. Das ist uns wichtig, dafür brennen wir. Ich erkläre das gern so: Im Tegernseer Tal wird Geld ausgegeben – im Mangfalltal wird Geld verdient, schon über Jahrhunderte. Dort, wo das Wasser ruhig ist, ruhen sich die Leute aus. Dort, wo das Wasser in Bewegung ist, arbeiten die Mühlen, die Köpfe, die Hände: Die Leute erleben Arbeit. Sie erleben eine tolle Ästhetik und wie so ein Produkt entsteht. Und das können sie am Ende in unserem Papiershop kaufen und mit nach Hause nehmen. Das ist ein gesünderes und langlebigeres Urlaubsmitbringsel als Pralinen und Schnaps.
Haben Sie unter den vielen Gmund Papiersorten ein Lieblingspapier?
Immer das Neueste! Wie die Mutter, die sich immer am meisten um das neueste Baby kümmert. Ich mag all unsere Papiere – am Ende kommt es auf die Anwendung an.
Welche Rolle spielt das Fabrikrestaurant Mangfallblau?
Das ist ein normales Restaurant – aber das einzige in einer Papierfabrik! Es ist öffentlich und steht auch unseren Mitarbeitern offen. Das Setup ist sehr kreativ, hier kommt eine Community zusammen. Die anderen Restaurants im Tal sind vielleicht schicker, bayerischer oder michelinsterniger – wir sind das coolste! Mit Käfer Kaltenbrunn haben wir einen tollen Partner und Nino kocht super. Der „White Room“, unsere coole Meeting- und Tagungsstätte, befindet sich direkt neben dem Gastrobereich – eine gute Kombination. Als Stadtrat von Tegernsee, der auch ein Auge auf den Tourismus hat, bin ich überzeugt, dass wir genau so etwas brauchen, damit unsere Gegend urbaner und frischer rüberkommt. Wenn Microsoft hier Meetings macht, hat das schon eine Wirkung!
Vervollständigen Sie bitte den Satz: Heimat bedeutet für mich …
Heimat ist, und da übernehme ich die Worte meines Vaters, nicht stolz zu sein auf die eigene Landschaft, sondern glücklich zu ein. Und sie so weiterzuentwickeln, dass Einheimische wie Gäste daran Freude haben. Heimat heißt nicht, dass es ein geschlossener Kreis nur für uns ist, sondern sie ist für alle da.
Verraten Sie Ihren Lieblingsplatz im Tegernseer Tal?
Ich radele gern und oft auf den Kreuzberg. 2.064-mal bin ich schon hochgeradelt! Meist fahre ich zu Zeiten, wo niemand dort ist. Das ist für mich der schönste Platz der Welt.
Was empfehlen Sie Besuchern des Tegernseer Tals, hier zu unternehmen?
Im Sommer: im See schwimmen! Für Gäste habe ich auch ein E-Bike, die nehme ich dann mit. Und sonst noch? Wandern, auf den Berg hinaufsteigen und runterschauen – das ist mehr als genug.
Ihr Motto:
Immer kreativ und dranbleiben! Das ist viel Arbeit. Fleiß tut uns allen schwer – ich kenne niemand, bei dem das nicht so ist. Aber Kreativität und der Wille, mit und für Leute schöne Sachen zu machen, ist eine starke Triebfeder.
Weitere Informationen finden Sie auf der Seite von Gmund Papier.
Die Führungen durch die Produktionsräume von Gmund Papier finden wöchentlich statt. Hier geht's zur Anmeldung.





