Peter Hubert Textblock 4
Was steht auf der Bräustüberl-Speisekarte?
Auch die Karte hat sich in den letzten 20 Jahren verändert, es gibt mehr leichte und auch vegetarische Speisen. Natürlich gibt es auch nach wie vor klassische Brotzeiten, dazu warme Speisen, ein täglich wechselndes Tagesgericht und eine Auswahl an Nachspeisen. Großer Beliebtheit freuen sich unsere Schweinshaxe und das Bierbratl, aber auch die große Salatauswahl. Der Bräubazi, unser prämierter Obazda mit der feinen Textur, wird gern zur Brezn gegessen. Und natürlich gibt’s frische Weißwürste.
Wie isst man eine Weißwurst richtig?
Wir haben sogar ein Weißwurst-Anleitungsbuch, denn die Frage taucht immer wieder auf. Ich weiß auch nicht, wie man sie richtig isst (lacht). Ich kann sagen, wie ich sie esse: Gabel rein, abschneiden, dabei die Haut ablösen und Stück für Stück essen. Aber es gibt Leute, die sie längs abpellen oder quer, manche zuzeln… alles ist okay. Es gibt kein Richtig und kein Falsch.
Das Bräustüberl ist auch berühmt für seine lange Stammtischtradition…
Wir haben insgesamt 42 Stammtische im Bräustüberl! Einige kommen wöchentlich und viele sogar seit vielen Jahrzehnten. Es gibt beispielsweise einen Jager- und einen Fischer-Stammtisch, einen Stammtisch ehemaliger Brauereiangestellte, aktive Brauereiangestellte, einen Lehrer-Stammtisch, einen Rosser-Stammtisch… Querbeet!
Vom Oimara, der gerade mit dem „Wackelkontakt“ einen Nummer Eins Hit gelandet hat, gibt es den Song „Stammtisch“. Damit hat er vermutlich das Bräustüberl gemeint?
Mit Sicherheit! Seine Mutter, die Steffi, arbeitet einmal die Woche im Bräustüberl. Er ist mit der Gastronomie aufgewachsen, seine Eltern hatten früher die Hafner-Alm. Der Oimara ist immer wieder gern gesehener Gast bei uns.
Es gibt langjährige Bedienungen, die über Jahrzehnte hinweg selbst zu „Institutionen“ im Bräustüberl wurden...
Das ist unsere Bräustüberl-Familie! Ich glaube, das gibt es nicht so häufig, dass Mitarbeiterinnen zwanzig, dreißig, sogar vierzig Jahre in einem Unternehmen bleiben, vor allem in der Gastronomie. Es gibt immer weniger Leute, die so einen Bezug zu ihrer Arbeit mitbringen. Und dennoch bleiben uns viele noch nach dem Eintritt ins Rentenalter erhalten, sei es für einen Tag pro Woche. Das muss man ja auch erst mal schaffen, das ist schon Champions League, was sie leisten!





