Peter Hubert Textblock 5
Ein paar Meter weiter Richtung See betreibt Ihre Frau Caterina seit 2023 die Schlosswirtschaft. Was ist ihr Konzept?
Die Schlosswirtschaft hält ein anderes Speisenangebot bereit. Ich möchte es nicht „gehobener“ nennen, aber es gibt Speisen, die es bei uns nicht gibt, beispielsweise Wienerschnitzel vom Kalb oder einen Zwiebelrostbraten, ein Mousse au Chocolat und Bairisch Creme. Und es gibt auch Wein in der Schlosswirtschaft – im Bräustüberl gibt es seit jeher nur Bier. Man sitzt näher am See, ein wunderschönes Lokal, auch drinnen. Das hat sich gut entwickelt, Schlosswirtschaft und Bräustüberl ergänzen sich bestens.
Der Buzi mit seinem Herrchen ziert das Bräustüberl-Logo – was hat es damit auf sich?
Der humorvolle Münchner Karikaturist Emil Kneiß hat 1930 an der Wand im großen Bräustüberl eine Zeichnung hinterlassen, die Geschichte schrieb: „Herr und Hund“. Ob der „Buzi“ als Dank für eine Zeche oder aus purer Bierlaune heraus entstand, ist unbekannt. Er wurde schnell zum beliebten Hauspatron. Kneiß hat damit dem Tegernseer Bräustüberl ein liebenswertes Wahrzeichen geschenkt. Die Leute lieben den Buzi!
Am eindrucksvollsten ist der Buzi, wenn er am Himmel über dem Tegernsee schwebt…
Vor 15 Jahren kam Michi Unger vom Ballooning Tegernsee auf mich zu. Wir haben gemeinsam das Design der Heißluftballonhülle entwickelt. Dann ist das so ein Renner gewesen, dass wir 2006 einen zweiten angeschafft haben. Inzwischen umfasst die Buzi-Flotte vier Heißluftballone. Imposant ist natürlich, wenn gleich mehrere unterwegs sind! Wenn die am Samstagmorgen über den See fahren, posten unserer begeisterten Gäste ihre Bilder bei Instagram und markieren uns. Weil die Figur so sympathisch ist, hat sie einen großen Marketingeffekt.
Zur Jubiläumsmontgolfiade 2021 haben Sie den ersten barrierefreien Heißluftballon Deutschlands auf Jungfernfahrt geschickt…
Wir unterstützen den Freundeskreis Inklusion Tegernsee F.I.T. e.V., weil wir großartig finden, was sie Menschen mit Behinderungen im Sportsektor ermöglichen. Wir haben auch den ersten Tempo-Duo-Ski für den Wintersport angeschafft, damit behinderte Menschen das Gefühl für Schnee und Geschwindigkeit erleben können. Es gibt Leute, denen geht es nicht so gut wie uns und daher spüre ich eine Verantwortung, ihnen unter die Arme zu greifen. Das Engagement von Christine Göttfried und ihrem Verein ist sehr lobenswert, da habe ich höchsten Respekt.
Was finden die Gäste im Bräustüberl-Laden?
Da haben wir ein Stück Heimat, ein Stück Bräustüberl, zum nach Hause mitnehmen. Dort gibt es beispielsweise unseren Bräustüberlsenf. Das Angebot reicht von Biergläsern und Tellern mit dem Buzi über die „Männerhandtasche“, gefüllt mit Tegernseer Bier bis hin zum Radltrikot. Neu haben wir einen Radlhelm mit weißblauer Raute und Bräustüberl-Logo. Im Winter sind auch die Buzi-Weihnachtsbaumkugeln sehr beliebt.





