bergmeister-leichten_fassadenbeleuchtung_tegernsee1-1030x686, © ©Bergmeister - Leuchten

Herzoglich Bayerisches Brauhaus Tegernsee

Das Unternehmen sieht sich als Nachfolger einer angeblich um 1050 gegründeten Bierbrauerei am Tegernsee, wo im Jahr 746 das Benediktinerkloster Tegernsee gegründet wurde. Die heutige Brauerei geht aber gesichert auf das Jahr 1675 zurück, als Abt Bernhard Wenzel die nötigen Braurechte von Holzkirchen nach Tegernsee holte.

Ein Benediktinerkloster unterhielt nicht selbstverständlich eine Brauerei. Mönche favorisierten zu dieser Zeit in Bayern fast ausnahmslos Wein als Getränk. Tatsächlich ließ Herzog Maximilian I. 1604 eine Liste aller in Bayern vorhandener Brauhäuser anlegen, auf der Tegernsee fehlte. Maximilian hatte später als Kurfürst außerdem durch Dekret verboten, weitere als die bestehenden Brauereien in Bayern zu errichten. Hätte Tegernsee zu diesem Zeitpunkt bereits eine Brauerei besessen oder auch nur ein nachweislich altes Braurecht, wäre die spätere Transferierung der Braugerechtsame aus Holzkirchen nicht nötig gewesen. Somit kann davon ausgegangen werden, dass eine Brauerei vor der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts nicht existierte. Gerade Maximilian I. achtete sehr streng auf die Einhaltung juristischer Formalitäten, denn er war selbst ein in Ingolstadt ausgebildeter Jurist. Es sind mehrere Fälle bekannt, in denen er Brauereien deren älteres Recht anerkennen musste, so z. B. in Viechtach und Schwarzenberg. Es gibt also keinen Grund anzunehmen, er habe dem Abt von Tegernsee schaden wollen.

1817 erwarb der bayerische König Max I. Joseph das säkularisierte Benediktinerkloster samt Brauerei von Freiherrn von Drechsel. Die Brauerei firmierte nun unter dem Namen „Königlich braunes Brauhaus Tegernsee“. Aus dynastischen Gründen änderte sich der Name später in „Herzoglich bayerisches Brauhaus“. Seit dem Kauf befindet sich die Brauerei in wittelsbachschem Familienbesitz und wird heute von Herzogin Maria Anna in Bayern, einer Tochter von Max Emanuel Herzog in Bayern, geleitet.

Führungen durch die Brauerei sind leider nicht möglich - außer ein Mal im Jahr! Im Rahmen der jährlichen Kulturwoche, der "Tegernseer Woche" (letzte September- und erste Oktoberwoche), erhalten die Kulturschaffenden der Stadt Tegernsee die Erlaubnis, 2 (!) Führungen durch die "heiligen Hallen" der Brauerei anzubieten. Unter der Führung der Tegernseer Braumeister haben dann insgesamt 40 Personen die Möglichkeit, den Brauvorgang vom legendären Tegernseer Hellem kennenzulernen und auch zu probieren.

Weit über die Grenzen des Tegernseer Tales hinaus bekannt ist die dem Brauhaus zugehörige Gaststätte - Das "Bräustüberl". Wer in und am Tegernsee zu Gast ist und nicht das Bräustüberl besucht, war nicht am Tegernsee! Bayerische Wirtshauskultur in der reinsten Form. Tegernseer Bier, bayerische Brotzeiten und Spezialitäten und natürlich die Besucher - all das macht einen Besuch der Wirtschaft unumgänglich.

Impressionen

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pressebild_tegernseer-quartett_klein-1, © ©Tegernseer Stimme
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© ©Tegernseer Stimme

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