Almkühe vom Gschwandlerhof, © Jana Lämmerer

Artgerechtes Fleisch

Handarbeit statt Massenindustrie

Am Tegernsee kennen die Landwirte jedes Tier beim Namen. Die Aufzucht ist nicht nur eine Aufgabe, sondern eine Leidenschaft. Daher leben die hiesigen Rinder, Schweine und Hühner glücklich in voralpiner Gemütlichkeit. Sie grasen auf üppig grünen Weiden und Almen, wo sie neben frischer Luft und klarem Wasser eine Vielzahl saftiger Gräser und Kräuter genießen. Das sieht und schmeckt man.

Der respektvolle Umgang mit der Natur und den Tieren steht an erster Stelle. Viele Höfe bestehen meist seit Generationen und werden nachhaltig mit viel Herzblut betrieben. Beste Qualität erreicht nur, wer seinen Tieren ein glückliches Leben in der voralpinen Natur ermöglicht. Daher legen die Landwirte rund um den Tegernsee in der Aufzucht großen Wert auf die artgerechte Haltung. Den Sommer verbringen die Tiere auf den Wiesen und Almen, im Winter werden sie im Stall mit Heu gefüttert und haben auch dann genügend Auslauf – die Landwirtschaft im Tegernseer Tal ist noch richtige Handarbeit statt Massenindustrie. Und nicht nur die Filet-Stücke schmecken daher besonders, wie auch die hiesige Gastronomie zu schätzen weiß.

Hias und Julia vom Gschwandlerhof, © Jana Lämmerer

Dürfen wir vorstellen

Hias betreibt mit seiner Frau Julia den seit 1776 bestehenden Gschwandlerhof. Die Kälber holt er meist von Nachbarhöfen – und das zu Fuß. Im späten Frühjahr bringt er seine Ochsen für insgesamt 100 Tage auf die Waidbergalm und die Sonnbergalm-Niederleger, wo sie frische Bergkräuter und -Gräser fressen, bevor sie ihre restliche Weidezeit im Tal verbringen. „Sonst gibt es nur Heu und Grünfutter aus eigenem Anbau – keine Antibiotika oder Hormone für unsere Ochsen!“. Das schätzen auch die Wirte und Familien, die bei ihm Fleisch bestellen: „Oft muss meine Frau dann Fleisch vom Metzger holen, weil der Ochs so schnell weg geht“.
Wenn er nicht selbst Streicheleinheiten verteilt, kümmern sich seine zwei Helfer um die Tiere: Peter singt die Ochsen dann auch schon mal mit Dean Martin Songs in den Schlaf. Besonderes Anliegen ist Matthias Stadler, dass „das ganze Tier verarbeitet wird und nichts übrig bleibt“. Denn die Qualität des Fleisches und das Leben seiner Ochsen ist definitiv zu schade, um nur Filetstücke herauszupicken.

Sein Tipp ist, auch mal traditionelle Rezepte zu probieren, wie saures Lüngerl mit Knödeln!

Rezept für "saures Lüngerl"

Impressionen

Streicheleinheit für die Kuh, © Jana Lämmerer
Streicheleinheit für die Kuh

© Jana Lämmerer

Kühe vom Gschwandlerhof, © Jana Lämmerer
Kühe vom Gschwandlerhof

© Jana Lämmerer

Die zwei vom Gschwandlerhof, © Jana Lämmerer
Die zwei vom Gschwandlerhof

© Jana Lämmerer

Fleischerzeugnis vom Gschwandlerhof, © Jana Lämmerer
Fleischerzeugnis vom Gschwandlerhof

© Jana Lämmerer

Almkühe vom Gschwandlerhof, © Jana Lämmerer
Almkühe vom Gschwandlerhof

© Jana Lämmerer