Der Tegernsee, © Der Tegernsee, Egbert Krupp

Neue Studie vorgestellt: So bringt der Tourismus die Urlaubsregion DER TEGERNSEE voran

Die von der Tegernseer Tal Tourismus GmbH (TTT) beim Tourismusberater DWIF in Auftrag gegebene Studie belegt die wichtige Rolle des Tourismus für die Urlaubsregion DER TEGERNSEE. Gestern präsentierte Christian Kausch, Geschäftsführer der TTT die Ergebnisse vor dem Gemeinderat in Bad Wiessee. 

Tegernsee, den 24.06.2020. Der Tourismus ist eine klassische Querschnittsbranche. Vom Gastgewerbe über Einzelhandel, Dienstleistende oder Zuliefernde, regional Produzierende und Handwerksbetriebe - es gibt kaum einen Wirtschaftsbereich, der nicht vom Tourismus profitiert. Deshalb investieren Kommunen und Unternehmen in die tourismusbezogene Infrastruktur und die touristische Vermarktung, auch im Tegernseer Tal. Denn der Tourismus ist sowohl wichtiger Jobmotor als auch Umsatzbringer für die Kommunen über Kurtaxe, Steuern und Tourismusabgaben. Er leistet somit einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung der öffentlichen Haushalte, wovon wiederum Gäste und Einheimische gleichermaßen profitieren. Doch woran lässt sich der Erfolg messen? Um auf diese Frage genaue Antworten anhand konkreter Zahlen zu erhalten, gab die TTT die Studie beiM DWIF in Auftrag, einem der deutschlandweit führenden Unternehmen in der Tourismusberatung. Der Überblick über die Wertschöpfung des Tourismus für das Tegernseer Tal in Zahlen ist aufschlussreich: Knapp dreihundert Millionen Bruttoumsatz (296,2 Mio. Euro/Jahr) generierte der Tourismus bei 5,57 Millionen Aufenthaltstagen von Tagestouristen und Übernachtungsgästen im letzten Jahr. Davon ließen die 4 Millionen Tagesgäste allein 95 Millionen Euro im Tal, das sind 1/3 der gesamten touristischen Einnahmen. 1,57 Millionen Übernachtungen von 370.000 Gästen wurden 2019 erfasst, im Gesamtwert von 201,5 Millionen Euro – kein Wunder, dass der Tourismussektor einer der wichtigsten Jobbringer der Region ist. Von den 24.100 Einwohnern des Tegernseer Tals arbeiten rund 3.900 im Tourismussektor, wenn man die Zahl aller Beschäftigten auf Vollzeitstellen umrechnet. Zu den 640 Beherbergungsbetrieben sind es 200 Gastronomiebetriebe, die von den knapp 300 Millionen Euro Umsatz aus dem Tourismus im Jahr 2019 profitierten, außerdem der Einzelhandel, Ärzte, Therapeuten, Pflegedienste, Handwerksbetriebe und Selbständige sowie sonstige Dienstleister. Auch die Kommunen freuen sich über die zusätzlichen steuerlichen Einnahmen aus dem Tourismus, die wiederum Investitionen in die Infrastruktur ermöglichen. Sie liegen im Bereich von 1% bis 3% aus dem touristischen Gesamtumsatz, also bei 30 bis 80 Millionen im Jahr, und setzen sich aus Steuern, Kurtaxe, Gewerbetourismusabgaben und Parkgebühren zusammen. Betrachtet man die Entwicklung der letzten sieben Jahre, sind die Übernachtungszahlen um etwa 2 Prozent und die Tagesgäste sogar um etwa 17 Prozent angestiegen. Schließlich nützen die Investitionen in den Tourismus nicht nur den Gästen – auch die Einheimischen profitieren davon, etwa durch das große gastronomische, kulturelle und Freizeit-Angebot, die bessere Gesundheitsversorgung und die attraktiven Ortsbilder. Die Auswirkungen der Corona-Krise hat DWIF ebenfalls bereits ausgewertet: Dass die Tourismusbranche hart betroffen ist und sich nur langsam erholen wird, ist eine bittere Pille. Allein in den Monaten März bis Mai bedeutet das einen Verlust durch Umsatzausfall von knapp 50 Millionen im Tegernseer Tal. Insbesondere der noch weiter anhaltende Ausfall von großen Veranstaltungen, Tagungsgästen und Gruppenreisenden wird sich noch lange bemerkbar machen. Für die Gemeinden bedeutet dies geringere Steuereinnahmen und für die TTT einen Wegfall der laufenden Einnahmen aus TegernseeCard, Veranstaltungen und Provisionen.

Pressekontakt: Tegernseer Tal Tourismus GmbH, Ines Wagner, Tel. 08022 92738-15, presseservice@tegernsee.com