Olaf Gulbransson, © Bayerische Staatsbibliothek München/Bildarchiv

Olaf Gulbransson

Maler, Grafiker und Karikaturist

Olaf Gulbransson war ein Kraftkerl mit spitzer Feder. 1873 wurde als Olaf Leonhard Gulbrandsen in Oslo geboren. Schon früh entdeckte er sein Talent beim Zeichnen und ging mit 12 Jahren auf die Kunst- und Handwerksschule in seiner Geburtsstadt. Seine ersten Karikaturen und Illustrationen wurden in norwegischen Zeitschriften im Jahr 1890 veröffentlicht.

Der bravouröse Zeichner und Maler wurde mit seinem zartem Pinselstrich, der den Karikaturen und Illustrationen einen klaren und ausdrucksstarken Wert vermittelt, berühmt. 1902 holte ihn Albert Langer, Verleger der populären Satirezeitschrfit Simplicissimus, nach München und veröffentlichte einige Karikaturen des humorvollen Zeichners. Von da an erhielt Olaf Gulbransson verschiedene Aufträge und arbeitete unter anderem als Professor an der Akademie der Bildenen Künste. In Tegernsee kaufte er sich 1929 einen 500 Jahre alten Bauernhof, wo er 1958 im Alter von 86 Jahren starb. Er widmete sich in seinen letzten Jahren auf Porträtzeichnungen und Buchillustrationen und liebte es bei heißem Wetter nackt rumzulaufen.

 

Außenansicht des Olaf Gulbransson Museum in Tegernsee, © Thomas Linkel

Olaf Gulbransson Museum

Das Museum widmet sich seit 1966 dem Andenken an den Künstler Olaf Gulbransson. Als Karikaturist der legendären Münchner Satire-Zeitung Simplicissimus erlangte der Norweger rasch internationale Bekanntheit. In den 1920iger Jahren ließ er sich in Tegernsee nieder und schuf hier bedeutende Werke, welche zu den Sternstunden der europäischen Zeichenkunst im 20. Jahrhundert gehört. Eine umfangreiche Dauerausstellung mit seinen Karikaturen, Ölgemälden, Buchillustrationen sowie Landschaftszeichnungen können im Altbau des Museums besichtigt werden.

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