Thomas Plettenberg Textblock 4
Du hast viele unserer TegernseeTalks fotografiert und die Menschen und ihre besonderen Leidenschaften für die Region ins Licht gesetzt …
Mich überrascht selbst immer wieder die Vielfalt an Themen und Persönlichkeiten, die den Tegernsee repräsentieren – von der Sennerin bis zum Sternekoch, vom Heimatführer bis zur Olympiasiegerin. Vieles davon ist einzigartig. Nehmen wir beispielsweise die Handwerkstechniken, die es nur noch vereinzelt im Alpenraum gibt, wie die Federkielstickerei oder den Christbaumkugelschnitzer. Ein anderes Beispiel ist die Büttenpapierfabrik Gmund Papier. Von der hat man vielleicht schon gehört, weil sie führend im Bereich hochwertiger Designpapiere ist. Aber was genau für ein Mensch und welche Philosophie dahintersteckt, das kann man dann im TegernseeTalk entdecken. Das macht die Region und ihre Geschichten menschlicher und greifbarer.
Ein Ausstellungsprojekt hat dich mit dem Aquarellmaler Klaus Altmann zusammengeführt – was war das Thema?
Er hatte die Idee und ausgehend von meinen Fotos als Vorlage hat er die andere Hälfte des Bildes als Aquarell geschaffen. Die Herausforderung war, wie man das am besten zusammenfügen kann, damit es auch eine Wirkung entfaltet. Es war gar nicht so einfach Motive zu finden, die harmonieren, bei denen der Bruch zwischen den Metiers passt. Das Projekt hieß „Fotografie trifft Malerei“.
Verrätst du deinen Lieblingsplatz im Tegernseer Tal?
Für mich ist es das Kaltenbrunner Strandbad mit dem Blick über den See in seiner ganzen Länge zu den Bergen hin. Wenn man da frühmorgens oder später am Abend schwimmen geht, sind nur ganz wenige Leute da. Man kennt sich schon, grüßt sich und die Stimmung ist besonders – das entschleunigt ungemein.
Was empfiehlst du Besuchern des Tegernseer Tals?
Ich würde sie fragen, was ihnen vorschwebt. Für mich sind es immer Orte, wo man einen schönen Blick hat, wie Kaltenbrunn. Ein anderer schöner Aussichtsort ist der Wiesseer Ortsteil Holz. Oben am Rohbognerhof steht eine Bank, von der aus man einen außergewöhnlich schönen Blick hat. Meine Empfehlung ist, kontrazyklisch zu solchen Aussichtpunkten zu gehen, also nicht tagsüber, wenn alle da sind. Da hat man mehr davon. Bei den Waldfesten würde ich beispielsweise empfehlen, morgens zum Frühschoppen hinzugehen, da trifft man die Einheimischen. Nachmittags geht’s dann nur noch ums Sehen und Gesehenwerden und man steht beim Grillhendlstand eine Stunde lang an. Die schönsten Dinge erlebt man immer, bevor die Massen unterwegs sind.
Dein Lebensmotto: Carpe Diem und sich den Augenblick bewusst machen.
Weitere Infos zu Thomas Plettenberg und die Bestellung des Kalenders „Meine Kühe“ finden Sie hier.





